Grammy-Academy prüft "Hürden und Vorurteile" gegen Musikerinnen

    2. Februar 2018, 15:35
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    Auslöser war Kritik an einer zu großen Präsenz von Männern bei der vergangenen Verleihung

    Los Angeles – Die für die Grammys zuständige Recording Academy will Hürden und Vorurteile gegenüber Frauen in der Musikindustrie untersuchen. Das kündigte Academy-Präsident Neil Portnow an. Bei der Grammy-Verleihung am vergangenen Sonntag war wie in Vorjahren die große Mehrzahl der Preise an Männer oder von Männern geführte Bands gegangen, die auch häufiger auf der Bühne zu sehen waren als Frauen.

    Eine unabhängige Arbeitsgruppe soll nun prüfen, wie die "eindeutigen Hürden und unbewussten Vorurteile, die weibliche Fortschritte in der Musikgemeinde erschweren", überwunden werden können. "Wir werden uns auch selbst unter ein Mikroskop legen und Mut zu den Wahrheiten haben, die da auch immer enthüllt werden", schrieb Portnow.

    Portnow erklärte auch, in seiner Rede zum Thema bei der Gala in New York nicht den richtigen Ton getroffen zu haben, und sprach von einer "schlechten Wortwahl". Er hatte unter anderem gesagt, Frauen müssten sich "steigern", wenn sie bei der Verleihung stärker vertreten sein wollten, was zu Kritik von Fans und Musikerinnen wie Pink und Katy Perry geführt hatte. (APA/dpa, 2.2.2018)

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