#MeToo-Debatte: Galerie in Manchester hängt Gemälde ab

    1. Februar 2018, 17:31
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    Kuratorin Clare Gannaway will Diskussion darüber anregen, wie bestimmte Bilder in der heutigen Zeit gezeigt werden sollten – Abhängen als Teil einer eigenständigen Performance

    Manchester – Eine Kunstgalerie in Manchester hat ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert wegen der Darstellung von Frauen darin aus ihrer Ausstellung entfernt – und damit viel Entrüstung ausgelöst. "Hylas and the Nymphs" (1896) des englischen Malers John William Waterhouse zeigt eine Szene aus der antiken Mythologie, in der ein junger Mann von mehreren nackten Nymphen in einen Teich in den Tod gelockt wird.

    "Viktorianische Fantasie herausfordern"

    Kuratorin Clare Gannaway von der Manchester Art Gallery will eigenen Aussagen zufolge damit eine Debatte auslösen, wie solche Bilder in der heutigen Zeit gezeigt werden sollten. Zensurvorwürfe wies sie in einer Pressemitteilung am Donnerstag zurück. "Diese Galerie präsentiert den weiblichen Körper als entweder "passiv-dekorativ" oder "femme fatale". Lasst uns diese viktorianische Fantasie herausfordern!", teilte sie mit.

    Diskussionsbeiträge bitte

    Das Abhängen sei Teil einer eigenständigen Performance in der vergangenen Woche gewesen und teilweise von den derzeitigen Debatten über Sexismus, wie unter dem Schlagwort #MeToo, inspiriert gewesen. An der Stelle, an der das Gemälde hing, sollen MuseumsbesucherInnen jetzt ihre Diskussionsbeiträge auf kleinen Zetteln an die Wand pinnen. Auch im Internet kann man sich zu der Aktion äußern. (APA, 1.2.2018)

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