Zwei Schwerverletzte bei Explosion auf Schießplatz in Oberösterreich

    1. Februar 2018, 16:33
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    Laut Polizei kommt es weiterhin zu kleineren Explosionen auf der Anlage des Landesjagdverbands

    Vöcklabruck – Ein Brand und mehrere Explosionen von Munition hat Donnerstagvormittag in einer Anlage des OÖ. Landesjagdverbandes in Desselbrunn (Bezirk Vöcklabruck) zwei lebensgefährlich Verletzte gefordert. Die gesamte Anlage wurde von der Bezirkhauptmannschaft bis voraussichtlich Montag gesperrt. Erst dann können die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen werden.

    Eine Mannschaft des Sondereinsatzkommandos Cobra, die auf dem Areal trainierte, hörte am späteren Vormittag in einem Schießkanal laute Verpuffungen. Beim Nachschauen entdeckten die Polizisten, darunter auch ein Notfallsanitäter, zwei Sportschützen in der brennenden Bahn.

    Die Beamten zogen sie unter Einsatz ihres Lebens heraus, schilderte ein Polizeisprecher die Rettungsaktion. Die beiden Männer erlitten lebensgefährliche Verletzungen.

    Männer 62 und 50 Jahre alt

    Nähere Angaben hat die Polizei am Donnerstagnachmittag zu den zwei Sportschützen gemacht. Die Opfer sind demnach 62 und 50 Jahre alt und stammen aus Eberstalzell. Die Oberösterreicher wurden mit Notarzthubschraubern in Spitäler nach Wien und Salzburg geflogen.

    Sie befanden sich am Vormittag in einem Schießkanal, um eine Langwaffe zu justieren, als aus bisher unbekannter Ursache im Bereich der Abschussstelle ein Brand ausbrach, der dann auch auf das angrenzende Munitionslager übergriff und dort eine Kettenreaktion von Explosionen auslöste. Die Sportschützen wurden dabei von einer Stichflamme erfasst.

    Nach gut einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand mit Schaum gelöscht. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck sperrte dann am Nachmittag die Anlage voraussichtlich bis Montag.

    "Es dürfte einiges in die Luft geflogen sein", erklärte Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner. Daher sei es in dem Schießkanal zu einer enormen Hitzeentwicklung gekommen. Erst wenn die Gefahr absolut gebannt sei, werde die Anlage für die Spurensicherung freigegeben. Dann werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft am Unglücksort aufgenommen, so der Bezirkshauptmann weiter.

    Schießpark für Ausbildung, Training und Wettbewerbe

    In dem von der Explosion betroffenen Schießpark Salzkammergut-Viecht werden neben der Ausbildung von Jägern und Sportschützen auch Übungsmöglichkeiten angeboten und Wettbewerbe abgewickelt. Die Anlage bietet Wurfscheibenparcours mit Zielen am Boden – beispielsweise Hasenscheiben – oder mit fliegenden Zielscheiben, die Enten darstellen sollen, sowie Schießkanäle für Lang- und Kurzwaffen.

    In den Langwaffenkanälen mit jeweils 100 Metern Länge werden unter anderem Prüfungen im Rahmen der Jägerausbildung und das Einschießen von Gewehren durchgeführt. In den Kurzwaffenkanälen kann etwa für die Ausbildung von Personen mit Waffenbesitzkarten oder den Waffenführerschein auf bis zu 25 Meter geschossen werden. (APA, 1.2.2018)

    • Bei der Explosion auf einem Schießplatz wurden zwei Personen lebensgefährlich verletzt.
      foto: apa/fotokerschi.at/werner kerschbaum

      Bei der Explosion auf einem Schießplatz wurden zwei Personen lebensgefährlich verletzt.

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