Walsterben als ungewöhnlich eingestuft und untersucht

    1. Februar 2018, 12:19
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    Zum dritten Mal binnen weniger Jahre Häufung von Todesfällen aufgetreten

    foto: reuters/lucas jackson
    Dieser Buckelwal wurde im April 2017 an einen New Yorker Strand gespült – und solche Szenen gab es in den vergangenen beiden Jahren auffällig oft.

    Boston – Meeresforscher untersuchen ein Walsterben vor der Ostküste der USA, das von der Meeresschutzbehörde NOAA offiziell als "ungewöhnlich" eingestuft worden ist. Seit Jänner 2017 wurden vom Bundesstaat Maine im Norden bis nach South Carolina im Süden 28 verendete Zwergwale entdeckt. Das ist eine ungewöhnliche Häufung: Im Durchschnitt werden in der Region zwölf Kadaver pro Jahr gefunden.

    Neun der verendeten Wale hatten sich nach Angaben der Behörde in Fischernetzen verfangen, acht starben an Infektionskrankheiten und zwei durch Einwirkung stumpfer Gewalt. Autopsien sollen nun auch die Todesursachen der übrigen Wale klären.

    Häufung von Todesfällen

    Es ist bereits die dritte derartige Untersuchung binnen weniger Jahre. Die beiden anderen laufen noch, in diesen Fällen ging es um größere Arten: Seit Jänner 2016 waren an der US-Atlantikküste von Maine bis Florida 62 tote Buckelwale entdeckt worden. 18 Atlantische Nordkaper verendeten seit Jänner 2017, zwölf an der US-Küste und sechs in Kanada.

    Noch nie zuvor seien unabhängig voneinander mehrere große Walsterben im gleichen Gebiet und im gleichen Zeitraum registriert worden, sagte die Expertin Teri Rowles, die bei der NOAA für die Gesundheit von Meeressäugern und für Massenstrandungen zuständig ist. "Wir werden alle drei weiter untersuchen", versicherte sie.

    Antworten führen zu weiteren Fragen

    Ersten Erkenntnissen zufolge starben die meisten Buckelwale durch stumpfe Gewalt, was auf Kollisionen mit Schiffen hindeutet. Die zweithäufigste Todesursache waren Fischernetze, gefolgt von Infektionen. Die Forscher wollen nun vor allem klären, warum die Wale vorbeifahrenden Schiffen nicht wie üblich ausgewichen sind. Dabei sollen neben den Kadavern auch ökologische und umweltbedingte Faktoren untersucht werden. (APA, red, 1. 2. 2018)

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