Wechselkurse und Niederlande-Verkauf drückten Vodafone-Umsatz

    1. Februar 2018, 11:48
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    Erlöse gingen im dritten Quartal um 3,6 Prozent auf 11,8 Mrd. Pfund zurück

    Vodafone haben Währungseffekte und die Veräußerung des Festnetzgeschäfts in den Niederlanden zugesetzt. Im dritten Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember) fielen die Erlöse um 3,6 Prozent auf 11,8 Mrd. Pfund (13,4 Mrd. Euro), wie der weltweit zweitgrößte Mobilfunker nach China Mobile am Donnerstag mitteilte.

    Service-Umsatz gestiegen

    Der bereinigte Service-Umsatz, bei dem die Kosten für Handysubventionen sowie Wechselkurse herausgerechnet sind, kletterte hingegen um 1,1 Prozent. Dabei machten gute Geschäfte der Südafrika-Tochter Vodacom die höheren Marketingausgaben in Europa – vor allem Spanien – wett. Vodafone-Chef Vittorio Colao machte Fortschritte bei der Fusion der Indien-Sparte mit dem Rivalen Idea Cellular aus. Dort will Vodafone dem scharfen Wettbewerb mit einem Zusammenschluss begegnen.

    Wegen der anhaltend guten Geschäfte mit Mobilfunkdaten, die weltweit deutlich anzogen, halten die Briten an ihren im November angehobenen Jahreszielen fest. Sie rechnen weiterhin mit einem Plus beim bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von rund zehn Prozent auf maximal 17,1 Mrd. Euro. Im dritten Geschäftsquartal veröffentlicht Vodafone traditionell keine Gewinnzahlen.

    In Deutschland legte der Service-Umsatz dank neuer Mobilfunk- und Festnetzkunden und einer geringeren Fluktuation bereinigt um 2,5 Prozent zu. Vodafone Deutschland wird seit Oktober 2015 vom Salzburger Hannes Ametsreiter geleitet. Ametsreiter war zuvor 19 Jahre bei der teilstaatlichen Telekom Austria tätig, zuletzt als deren Konzernchef. (Reuters/APA, 1.2.2018)

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