Russischer Geheimdienst tötet mutmaßlichen IS-Anhänger

    1. Februar 2018, 16:38
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    Mann soll Anschlag bei Präsidentenwahl am 18. März geplant haben

    Nischnij Nowgorod – Russische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben ein Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet, das einen Anschlag bei der Präsidentschaftswahl im März geplant haben soll. Der Mann habe bei seiner Festnahme in der Stadt Nishni Nowgorod "bewaffneten Widerstand" geleistet, erklärte der Inlandsgeheimdienst FSB am Donnerstag. Eine FSB-Einheit habe den Mann daraufhin "neutralisiert".

    Die Sicherheitskräfte hätten bei dem Mann einen "sehr mächtigen selbstgebauten Sprengsatz", Material zum Bau weiterer Sprengsätze, Schusswaffen und Munition gefunden, erklärte der Geheimdienst weiter. Der Mann habe bei der Präsidentschaftswahl am 18. März eine "terroristische Tat" im rund 400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Nischni Nowgorod geplant. Er stamme aus dem "nahen Ausland" – so werden in Russland gewöhnlich die früheren Sowjetrepubliken genannt.

    Russland ist seit Beginn seines Militäreinsatzes in Syrien im September 2015 wiederholt von der IS-Miliz und vom syrischen Zweig des Terrornetzwerks Al-Kaida bedroht worden. Die Geheimdienste des Landes erklären immer wieder, Terrorzellen ausgehoben zu haben. Nach Angaben des FSB sind fast 4500 Russen nach Syrien und in den Irak gegangen, um an der Seite der Islamisten zu kämpfen.

    (APA, 1.2.2018)

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