PC-Hersteller Lenovo rutschte wegen US-Steuerreform in rote Zahlen

    1. Februar 2018, 09:52
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    Konzernumsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres

    Lenovo ist trotz eines höheren Umsatzes in die roten Zahlen gerutscht. Einmalbelastungen im Zusammenhang mit der US-Steuerreform hätten im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zu einem Verlust von 289 Mio. Dollar (232 Mio. Euro) geführt, teilte der chinesische Computerhersteller am Donnerstag mit. Im Vorjahreszeitraum hat das Unternehmen noch einen Gewinn von 98 Mio. Dollar erzielt.

    Der Konzernumsatz von Lenovo, zu denen in Deutschland der Aldi-Lieferant Medion gehört, kletterte dank besserer PC-Geschäfte um rund 6 Prozent auf 12,94 Mrd. Dollar. Die Einmalbelastungen aus der US-Steuerreform bezifferte das Unternehmen im bis Ende Dezember gelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres mit 400 Mio. Dollar. Probleme bereitet dem Unternehmen hingegen weiterhin seine Mobilfunksparte Motorola, die der Konzern 2014 von Google gekauft hatte. Die Lenovo-Aktie büßte mehr als 3 Prozent ein.

    Weiter in roten Zahlen

    Im operativen Geschäft lief es in der PC- und Server-Sparte gut, während das Mobilfunkgeschäft wegen der hohen Konkurrenz und des Preisdrucks nicht auf die Beine kam und weiter in den roten Zahlen steckte.

    Lenovo-Chef Yang Yuanqing geht jetzt davon aus, dass die Sparte auch in der gesamten zweiten Hälfte des Geschäftsjahres nicht in die Gewinnzone kommt. Die Sparte, die der chinesische Konzern durch die 2,9 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Handy-Geschäfts von Motorola im Jahr 2014 deutlich ausgebaut hatte, steckt seit Jahren in der Krise. Dies ist ein wichtiger Grund, weshalb die Aktie seit Anfang 2015 auf Talfahrt ist. (APA, 1.2.2018)

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