Swarovski denkt über Börsengang nach

31. Jänner 2018, 07:15
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Mehrheit soll bei Familie bleiben

Wien – Zwei Frauen, beide Nachkommen des Kristall- und Optikimperiums Swarovski, machen derzeit von sich reden: Die eine, Victoria Swarovski, moderiert die RTL-Show Let's Dance, die andere, Nadja Swarovski, ließ jüngst beim World Economic Forum in Davos aufhorchen – die Urururenkelin von Firmengründer Daniel Swarovski und erste wie einzige Frau im Konzernvorstand bringt einen Börsengang ins Spiel. Ein IPO (Initial Public Offering) würde dem Weltkonzern aus Tirol helfen, die Expansion in Nordamerika voranzutreiben. Noch wichtiger seien die Erlöse freilich für den Ausbau des Onlinegeschäfts – derzeit sei ein IPO aber nicht aktuell, berichtet Bloomberg.

Allerdings würde die Familie auch nach dem Börsengang die Kontrolle behalten, sagte Swarovski. Derzeit halten 70 Familienmitglieder Anteile an dem 1895 gegründeten Traditionsunternehmen. Vor allem aber müsste der Börsengang so gestaltet werden, dass sich die Familie identifizieren könne. Die Onlinestrategie wird angesichts von Handelskonzernen wie Amazon und Alibaba auch für Luxuskonzerne immer bedeutender. Swarovski expandiert abseits der Schmucklinie mit Brillen und Wohnaccessoires und sucht einen Lizenzpartner für eine Parfümlinie. Der Konzern macht rund 3,4 Mrd. Euro Umsatz. (red, 31.1.2018)

  • Nadja Swarovski will mit Erlösen aus dem Börsengang das Onlinegeschäft ankurbeln.
    foto: afp / daniel leal-olivas

    Nadja Swarovski will mit Erlösen aus dem Börsengang das Onlinegeschäft ankurbeln.

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