Was Fitnesscenter gegen Doping tun können

    30. Jänner 2018, 10:20
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    Der größte Teil der Dopingmittel landet im Breitensport, sagt Michael Cepic, Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping-Agentur

    Wien – Im Vorjahr wurde in Österreich rund eine Tonne anabole Steroide und ähnliche Dopingmittel aus dem Verkehr gezogen. "Wenn man annimmt, dass dies nur ein kleiner Teil war, landet der größte Teil im Breitensport", sagt Nada-Geschäftsführer Michael Cepic deutlich. Nun gibt das erste Anti-Doping Gütesiegel für Fitnesscenter.

    Wer schnell und einfach einen Trainingserfolg sehen möchte, gerät offenbar schon mal in Versuchung, zu verbotenen Substanzen zu greifen – auch wenn es nicht um den Olympiasieg geht. Daher soll mit Prävention und Information gegen Doping auch im Amateur- und Hobbybereich angekämpft werden.

    Fitnesstrainer müssen in Anti-Doping Kurs

    Dazu zählt auch das Gütesiegel, mit dem über die Fitnesscenter und deren mehr als 8.000 Mitarbeitern insgesamt 750.000 Mitglieder erreicht werden sollen. Die Nationale Anti-Doping-Agentur vergibt die Auszeichnung nach einer Reihe von Vorgaben: So müssen alle Mitarbeiter und Trainer einen Anti-Doping-Kurs ansolvieren, und den Mitgliedern der Studios werden Vorträge und Informationsmaterialien angeboten.

    Das erste Ziel sei es nun, möglichst viele der 1.000 heimischen Fitnesscenter mit dem Gütesiegel ausstatten zu können. Druckmittel habe man keine, um alle Studios zum Mitmachen zu bewegen, so Cepic. Nach einiger Zeit wolle man die Ergebnisse evaluieren. (APA, 30.1.2018)

    • Fitnesscenter sollen ein Gütesiegel bekommen.
      foto: getty images/istockphoto

      Fitnesscenter sollen ein Gütesiegel bekommen.

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