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    Klima & Boden beim Weinanbau

    24. Jänner 2018, 15:58

    Die Herkunft eines Weines ist wahrscheinlich der grundlegendste Faktor seiner Qualität. Seit vielen Jahren wird nun schon über das Schlagwort "Terroir" in der Weinwelt diskutiert.

    Bei der Frage "Was ist Terroir?" scheiden sich die Geister. Ist es nur der Boden, auf dem der Rebstock wächst, gehört das Klima auch dazu? Was ist aber mit der Bewirtschaftungsart und dem Ausbau des Weines? Die einzig wahre Antwort darauf gibt es wohl nicht.

    In Österreich, als "cool climate"-Land, kommt dem Klima eine große Bedeutung zu und zum heimischen Terroir gehören neben dem Boden im Weingarten auch eine Vielzahl weiterer Faktoren.

    Terroir – die Visitenkarte des Weinbaustandortes

    Terroir ist ein Begriff mit vielen Facetten, der in den letzten Jahren immer wieder für heiße Diskussionen sorgt. Im positiven Sinn, wenn sich Winzer auf "Heimatweine" besinnen, weg von Einheitsbrei und "Cocacolaisierung"; im negativen Sinn, wenn Terroir als Erklärung oder Ausrede für Eigenheiten eines Weines gebraucht wird.

    Terroir ist zwar mit den Sinnen erfassbar, wissenschaftlich aber nur zum Teil messbar – eine Synthese von Klima, Boden und Winzer. Genussvoll wird diese Synthese im Wein, der in der Lage sein soll, von seiner Herkunft zu "erzählen". Das sollte daran erinnern, dass lange vor der Bewertung des Traubenmostes nach Zuckergraden (germanisches Verständnis) im Bereich Österreich die Herkunft (romanisches Verständnis) wichtiger war. So trank der Kaiser nicht "österreichischen" Wein, sondern konnte aus einer Vielzahl an herkunftstypischen Weinen wählen, war doch die Monarchie der drittgrößte Weinproduzent der Welt. Im Kleinen spiegelt Österreichs Weinwirtschaft heute diese Vielfalt wider und mit dem DAC-Gedanken erlebt die Herkunftstypizität eine erfreuliche Renaissance.

    Die Veränderung des Geschmacksbildes und die Weiterentwicklung der Technologie haben dazu geführt, dass Weine im internationalen Vergleich heute nicht mehr leicht erkennbar und einer bestimmten Region zuzuordnen sind. Winzerinnen und Winzer müssen vielseitig sein – als Vegetationskundler, Erdwissenschaftler, Biochemiker, Kommunikationstalent und Botschafter angewandter Geoökologie.

    Klimagebiete in Österreich

    Trotz der Vielfalt der österreichischen Weine gibt es ein verbindendes Charakteristikum, das den österreichischen Wein aus dem internationalen Angebot deutlich hervorhebt: Die aromatische Frische trotz vollständiger physiologischer Reife. Nirgends sonst auf der Welt schmecken dichte Weine so leichtfüßig, nirgends sonst sind frische Weine so kompakt.

    Dabei gibt es natürlich große regionale Unterschiede, die einerseits durch die unterschiedlichen Bodentypen, andererseits durch die kleinklimatischen Unterschiede entstehen. Insgesamt aber lassen sich aufgrund der klimatischen Situation vier große Räume (Donauraum, Weinviertel, Pannonisches Klima, Steiermark und Bergland) definieren, die sich im Grundcharakter der Weine spiegeln. Drei davon treffen im Schnittpunkt Wien aufeinander.

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