Teens, die Waschmittel essen: "Schlechtes Urteilsvermögen und Wunsch nach Popularität"

    23. Jänner 2018, 16:10
    48 Postings

    CEO von Procter & Gamble meldete sich in Blogeintrag zu gefährlicher Tide-Pod-Challenge zu Wort

    Seit Wochen schon geht ein neues Schreckgespenst im Netz umher. Bei der Tide-Pod-Challenge essen Teenager die gleichnamigen Waschmittelkapseln oder geben vor sie zu essen und veröffentlichen Videos davon. Gesundheitsorganisationen warnen, Youtube löscht entsprechende Videos. Nun hat der CEO von Procter & Gamble (P&G), dem Mutterkonzern von Tide, nochmals in einem Blogeintrag Stellung bezogen.

    CEO: Hersteller kann nichts für Verhalten der Kinder

    Kinder und Jugendliche zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zu erziehen, sei die schwierigste Aufgabe für Eltern, schreibt David Taylor. Als Vater mache es ihn sehr betroffen, wenn er gefährliche Trends im Netz wie das Schlucken von großen Mengen von Zimt oder die Tide-Pod-Challenge sehe. Ein solches Verhalten könne Konsequenzen habe, die das Leben eines Menschen verändern und seine Gesundheit zerstören.

    tide

    Für P&G sei die Sicherheit der Personen, die die Produkte benutzen, sehr wichtig. Aber auch die striktesten Standards, Protokolle und Warnhinweise könnten einen absichtlichen Missbrauch nicht verhindern. Daran seien "schlechtes Urteilsvermögen und der Wunsch nach Popularität" schuld.

    Das Unternehmen arbeite mit Partnern zusammen, um den Trend zu stoppen. Dazu gehören soziale Medien, um Videos zu entfernen, und Organisationen, um auf die Gesundheitsrisiken hinzuweisen. P&G hat inzwischen auch ein Public Service Announcement veröffentlicht, in dem vor dem Verschlucken von Waschmittel gewarnt wird.

    Mehr Vergiftungsfälle

    Die Challenge war ursprünglich ein Scherz, der im Internet geteilt wurde. Doch laut der American Association of Poison Control Centers kam es in den ersten Wochen 2018 tatsächlich zu mehr Vergiftungsfällen in Zusammenhang mit absichtlich verschluckten Waschmittelkapseln. (red, 23.1.2018)

    • Artikelbild
      foto: reuters/gary cameron
    Share if you care.