Fukushima: Neue Bilder aus Reaktor der havarierten Atomanlage

20. Jänner 2018, 16:09
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Auf den Bildern wurde womöglich ein geschmolzener Kernbrennstoff entdeckt – der Beginn der Aufräumarbeiten ist für 2021 geplant

Fukushima – Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima hat neue Bilder von den Trümmern eines der drei schwerbeschädigten Reaktoren veröffentlicht. Wie ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco mitteilte, nahm eine an einem Roboter befestigte Spezialkamera die Bilder am Freitag auf.

Darauf sind am Boden des Reaktors Nummer zwei Bruchstücke von Metall und Teile eines Treibstoffbehälters sowie mögliche Ablagerungen von geschmolzenem atomaren Brennstoff zu sehen. Im vergangenen Jahr hatte Tepco im Reaktor Nummer drei mittels Roboterbildern ebenfalls womöglich geschmolzenen Kernbrennstoff entdeckt.

Die Lokalisierung der atomaren Überreste, die vermutlich noch heute strahlen, ist wichtig für die Dekontaminierung und Entsorgung der gesamten Atomanlage. Diese dürfte sich noch über Jahrzehnte hinziehen. Ein Tepco-Sprecher sagte, die Firma plane den Beginn der Aufräumarbeiten für 2021.

In Fukushima ereignete sich nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht und ist seither unbewohnbar. Mehr als 18.000 Menschen kamen durch die Natur- und Atomkatastrophe ums Leben. (APA, 20.1.2018)

  • Am Boden des Reaktors Nummer zwei in Fukushima sind laut dieser neuen Bilder Bruchstücke von Metall und Teile eines Treibstoffbehälters sowie mögliche Ablagerungen von geschmolzenem atomaren Brennstoff zu sehen.
    foto: apa/afp/

    Am Boden des Reaktors Nummer zwei in Fukushima sind laut dieser neuen Bilder Bruchstücke von Metall und Teile eines Treibstoffbehälters sowie mögliche Ablagerungen von geschmolzenem atomaren Brennstoff zu sehen.

  • Die Lokalisierung der atomaren Überreste, die vermutlich noch heute strahlen, ist wichtig für die Dekontaminierung und Entsorgung der gesamten Atomanlage. Start der Aufräumarbeiten soll 2012 sein.
    foto: afp

    Die Lokalisierung der atomaren Überreste, die vermutlich noch heute strahlen, ist wichtig für die Dekontaminierung und Entsorgung der gesamten Atomanlage. Start der Aufräumarbeiten soll 2012 sein.

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