Google-CEO bereut es nicht, Autor von "sexistischem" Memo entlassen zu haben

    20. Jänner 2018, 11:25
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    Der Entwickler James Damore war aufgrund eines kontroversen internen Manifests gefeuert worden

    Googles CEO Sundar Pichai gab vergangenen Freitag ein Statement zur Entlassung des Entwicklers James Damore, welcher ein kontroverses Manifest verfasst hatte, ab. Er sagte in einem Interview, dass er die Entscheidung nicht bereue, wie "The Verge" berichtet.

    Er bereue jedoch wohl, dass die Entlassung als politisch motiviert gesehen wurde, was nicht der Fall sei. "Das letzte, was wir tun, wenn wir Entscheidungen treffen, ist, es aus einer politischen Sicht zu betrachten", sagte der Google-Chef. Eher sei die Entscheidung getroffen worden, um im Unternehmen ein gutes, offenes Arbeitsklima für Frauen sicherzustellen.

    YouTube-CEO stimmt zu

    Auch YouTube-CEO Susan Wojcicki stimmte ihm zu und bekräftigte, dass es sich ihrer Meinung nach um die richtige Entscheidung handelte. Sie hatte sich schon in der Vergangenheit dazu gemeldet und erzählt, dass ihre Kinder sie beim Abendessen gefragt hatten, ob der Inhalt von Damores Manifest der Wahrheit entspreche.

    Zu Beginn des Jahres wurde angekündigt, dass Damore das Unternehmen klagt. Er wirft Google vor, weiße, konservative Männer zu diskriminieren. Grund für seine Entlassung war ein internes Manifest, in welchem er schrieb, dass Frauen seiner Meinung nach womöglich nicht gleichmäßig in der Tech-Branche repräsentiert wären, weil sie aus biologischen Gründen weniger dazu fähig seien. (red, 20.1.2018)

    • Google- und Youtube-CEOs Sundar Pichai und Susan Wojcicki.
      foto: ap/ben margot

      Google- und Youtube-CEOs Sundar Pichai und Susan Wojcicki.

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