Riesenkrake nimmt Kopf einer Taucherin in Besitz

    Ansichtssache21. Jänner 2018, 19:44
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    Außerdem: China sucht nach außerirdischen Zivilisationen, Eulensterben rund um Hanfplantagen und ein Stein aus der Zeit vor der Geburt der Sonne

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    illustr.: nasa/jpl-caltech/r. hurt

    Belebte Planeten um Neutronensterne?

    Die ersten bestätigten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wurden 1992 entdeckt – und zwar um einen Neutronenstern. Alleine schon die Tatsache, dass eine solche superdichte "Sternenleiche" noch immer planetare Begleiter hat, scheint ungewöhnlich – doch es geht offenbar noch merkwürdiger: Ein Team um Alessandro Patruno und Mihkel Kama von der niederländischen Universität Leiden hat im Fachjournal "Astronomy & Astrophysics" eine Studie veröffentlicht, in der sie nachweisen, dass selbst um einen Neutronenstern belebte Planeten zumindest theoretisch möglich wären. Ein solcher Exoplanet müsste demnach eine Supererde mit mehrfacher Erdmasse sein, dessen Atmosphäre Millionen Mal dichter sein müsste, als die unseres Heimatplaneten.

    Ein reales Beispiel für eine solche Konstellation haben die Wissenschafter ausgerechnet in jenem System entdeckt, in dem 1992 der erste Exoplanet erspäht worden war: Der Pulsar PSR B1257+12 liegt rund 2.300 Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau und wird von drei Exoplaneten umkreist; bei zwei davon handelt es sich um Supererden. Die dichten Atmosphären dieser Welten würden nach Ansicht der Astronomen die gefährliche Röntgen- und Partikelstrahlung des Neutronensterns in Wärme umwandeln. "Nach unseren Berechnungen würde auf der Oberfläche dieser Exoplaneten Temperaturen herrschen, bei denen Wasser dauerhaft flüssig sein könnte", erklärt Patruno. Im Grunde würden die Bedingungen auf einem solchen Exoplaneten jenen in der Tiefsee der Erde gleichen, erklären die Forscher. Unklar ist allerdings, ob die Gashüllen dieser beiden Exoplaneten tatsächlich dicht genug sind.

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