Grazer Altbürgermeister Alexander Götz gestorben

    18. Jänner 2018, 18:13
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    FPÖ-Politiker wurde mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet

    Graz – Der frühere Grazer Bürgermeister Alexander Götz (FPÖ) ist am Donnerstag im 90. Lebensjahr verstorben. Götz war 1973 bis 1983 der bisher einzige freiheitliche Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Österreichs. Zudem war er Abgeordneter im Landtag und im Nationalrat. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) bedauerte den Verlust einer "großen Persönlichkeit unserer Stadt".

    Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) zeigte sich über den Tod des früheren FPÖ-Politikers Alexander Götz betroffen: "Wir haben mit ihm gut zusammengearbeitet. Er war ein harter, aber fairer Verhandler mit Handschlagqualität. Er hat sich sein ganzes langes politisches Leben immer um die Zusammenarbeit der Bürgerlichen in der Steiermark bemüht, aber stets auch den Ausgleich zu allen Parteien gesucht."

    Betroffen gab sich auch FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache: "Bei Alexander Götz handelte es sich um einen echten wahren Freiheitlichen, der zu unserer Gesinnungsgemeinschaft gestanden ist, egal wie rau ihm der politische Wind ins Gesicht geweht hat. Er hat die Werte unserer Gesinnungsgemeinschaft nicht nur ein Leben lang gepredigt, er hat sie auch gelebt", so Strache. Für die FPÖ habe der Altbürgermeister viel geleistet und sei gerade in schwierigen Zeiten einer der treuesten Weggefährten gewesen. Man werde Götz schmerzlich vermissen.

    Der Grazer FPÖ-Vizebürgermeister Mario Eustacchio meinte: "Wie verlieren eine große Persönlichkeit als Mensch und Politiker. Er hat durch sein Wirken unser Graz, die Steiermark, aber auch unsere Heimat Österreich nachhaltig positiv geprägt. Er wird unvergessen bleiben. Mein aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie und den Angehörigen." Götz sei nicht nur einer der erfolgreichsten freiheitlichen Politiker, sondern auch ein stets um das Wohl der Menschen bemühter Verantwortungsträger gewesen, sagte FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek und fügte hinzu: "Er war eine tragende Säule der steirischen Freiheitlichen." Der neue steirische FPÖ-Klubobmann Stefan Hermann wünschte der Familie und Angehörigen "viel Kraft in diesen schweren Tagen des Abschieds".

    Götz wurde am 27. Februar 1928 in Graz geboren und begann seine politische Karriere 1958, als er in den Gemeinderat und von diesem noch im selben Jahr in den Stadtsenat gewählt wurde. Er führte als Wohnungsreferent das Punktesystem für die Vergabe von Wohnungen durch die Gemeinde ein. Nach einigen Jahren als Vizebürgermeister wurde er 1973 zum Bürgermeister gewählt. In seine Ära fallen unter anderem die Errichtung einer Abteilung für Bürgerinitiativen, ein mit Landesförderung ermöglichtes Programm zum Bau und zur Reparatur von Pflichtschulen, Landessubventionen für die Verkehrsbetriebe, die Errichtung der Augartenbrücke und das innerstädtische Einbahnsystem.

    1978 wurde er als Bürgermeister wiedergewählt. Bei der Gemeinderatswahl 1983 fiel die FPÖ jedoch von 14 auf neun Mandate zurück, daraufhin beendete er seine politische Karriere. Danach übernahm er die Funktion eines Geschäftsführers des Technologieberatungszentrums Technova und die Präsidentschaft der Grazer Südost-Messe. 1978 wurde er mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. (APA, 18.1.2018)

    • Alexander Götz bei der Feier "50 Jahre FPÖ" im Jahr 2006.
      foto: apa/herbert p. oczeret

      Alexander Götz bei der Feier "50 Jahre FPÖ" im Jahr 2006.

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