Apple: iPhone-Drosselung bei Akkuproblemen soll optional werden

    18. Jänner 2018, 08:29
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    Soll von Nutzern gezielt abgeschaltet werden können – Tim Cook verspricht künftig mehr Transparenz

    Der Verdacht, dass Apple ältere Smartphones gezielt langsamer macht, besteht schon länger, die Bestätigung folgte aber erst vor wenigen Wochen – und sorgte prompt für gehörigen Unmut unter iPhone-Besitzern. Da half es nur sehr begrenzt, dass Apple betonte, dass diese Maßnahme zum Schutz der Geräte vor beschädigten Akkus vorgenommen wird.

    Option

    Nun rudert der Hardwarehersteller weiter zurück: Mit einem kommenden Update soll die Performance-Drosselung bei Akkuproblemen deaktivierbar werden. Dies betont Apple-Chef Tim Cook in einem Interview mit ABC News. Zudem soll künftig im System klarer über die Gesundheit des Akkus informiert werden, um den Nutzern hier eine Chance zu geben selbst einzugreifen – etwa mit einem Tausch des Akkus.

    Eine erste Testversion dieser neuen Funktionen soll im Februar verfügbar sein. Ein Update für alle iPhone-Nutzer soll dann in den darauffolgenden Wochen nachgereicht werden. Cook streicht dabei die Transparenz des gewählten Ansatzes heraus, der den Nutzern die Entscheidung voll und ganz in die Hand gibt.

    Vorgeschichte

    Eine Transparenz, die allerdings nicht ganz freiwillig gekommen ist. Immerhin hatte Apple zuvor jahrelang Vermutungen und Anfragen in diese Richtung unkommentiert gelassen. Erst nachdem Dritte eindeutige Beweise für die gezielte Drosselung der Leistung gefunden hatten, reagierte das Unternehmen.

    Bereits vor einigen Wochen hatte Apple angekündigt, den Tausch von Akkus erheblich zu verbilligen. Davon zeigen sich aber längst nicht alle User beeindruckt: In den USA laufen mittlerweile eine ganze Reihe von Sammelklagen gegen Apple, auch in anderen Ländern sind entsprechende Verfahren anhängig. (red, 18.1.2018)

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      Apple-Chef Tim Cook verspricht Transparenz.

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