Bischof Glettler will bei Wahlkampf-Verfehlungen Stimme erheben

    16. Jänner 2018, 14:30
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    "Vor allem dann, wenn Grundlinien verfehlt werden"

    Innsbruck – Hermann Glettler, neuer Bischof der Diözese Innsbruck, befürwortet es, wenn sich die Kirche in Wahlkampfzeiten zu Wort meldet. "Vor allem dann, wenn Grundlinien verfehlt werden", sagte Glettler bei einer Pressekonferenz in Innsbruck anlässlich der Vorstellung des neue Generalvikars Florian Huber, ohne konkrete Beispiele aus der Tagespolitik zu nennen.

    "Wir verwalten keine Sonderwelt, sondern wir sind gemeinsam in einer Gesellschaft", konkretisierte Gletter. "Grundsätzlich unterstützt die Kirche aber jede Form von politischem Engagement", schob er nach. Gott sei Dank gebe es Menschen, die sich das antäten, meinte Glettler.

    Für die Kirche gibt es aber Prinzipien und rote Linien. Die Kirche dürfe nicht schweigen, wenn Menschen in ihrer Würde nicht geachtet werden oder sich ein aggressiver Ton einschleiche. Leitlinie dazu sei die Frage "Was hätte Jesus dazu gesagt", so Glettler. "Ich möchte aber nicht das Tagesgeschäft kommentieren und manchmal ist auch schweigen gut", führte Glettler aus. Er glaube in dieser Hinsicht an die Mündigkeit der Menschen. (APA, 16.1.2018)

    • Hermann Glettler, neuer Bischof der Diözese Innsbruck, befürwortet es, wenn sich die Kirche in Wahlkampfzeiten zu Wort meldet – "vor allem dann, wenn Grundlinien verfehlt werden.
      foto: gerhard berger

      Hermann Glettler, neuer Bischof der Diözese Innsbruck, befürwortet es, wenn sich die Kirche in Wahlkampfzeiten zu Wort meldet – "vor allem dann, wenn Grundlinien verfehlt werden.

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