E-Mobilität und der Brennpunkt Rohstoffpolitik

Kolumne17. Jänner 2018, 12:04
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Wir haben keine andere Alternative zur E-Mobilität und werden die kritische Rohstofffrage lösen müssen

Dass Antriebsbatterien eine ganze Menge an zum Teil "seltenen" Rohstoffen benötigen, ist bekannt, dass diese mitunter unter katastrophalen Umweltbedingungen und grausamen sozialen Umständen gewonnen werden, auch. Was kann die Reaktion sein? Einstellung weiterer Denkarbeit zur Korrektur alter Fehler? Weitermachen wie bisher? Oder eine Vision entwickeln von einer besseren Welt?

Kritische Rohstofffrage

Auch wenn die Vorstellung von der besseren Welt angesichts akuter Krankheitsbilder auf unserem Globus naiv erscheint: Wir haben keine andere Wahl. Die kritische Rohstofffrage ist jedenfalls kein grundsätzliches Argument gegen das Weitermachen, gegen die Suche nach neuen Möglichkeiten und Auswegen.

Erstens: Es ist genug von allem für alle da, es ist bloß nicht ganz gleichmäßig über die Welt verteilt, aber auch Verteilungskonflikte sind kein Naturgesetz. Zweitens: Ist ein Rohstoff wirklich knapp oder umwelttechnisch nicht in den Griff zu kriegen, lässt er sich durch einen anderen weniger kritischen ersetzen. Schon in der Vergangenheit hat oft eine Preissteigerung genügt, um erfolgreich nach Alternativen für einen knappen Rohstoff zu suchen.

Nicht nur eine Chance

Klar ist, dass Rohstoffpolitik gleichzeitig auch Sozial- und Umweltpolitik sein muss. Man darf die Elektromobilität nicht nur als Chance für eine klügere Energiepolitik sehen, es ist auch notwendig, dass sie einen Fortschritt in der Rohstoffpolitik induziert. Allerdings: Auch das Elektroauto gibt keine Antwort auf die Frage: Wie viel Auto braucht der Mensch tatsächlich? (Rudolf Skarics, 17.1.2018)

  • Für den Aufbau eines Akkus für ein E-Auto wird eine ganze Menge von seltenen Rohstoffen gebraucht.
    foto: opel

    Für den Aufbau eines Akkus für ein E-Auto wird eine ganze Menge von seltenen Rohstoffen gebraucht.

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