Rückzug der Asfinag-Präsidentin erleichtert Umfärbung

14. Jänner 2018, 19:10
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Als Favorit für Spitze des Asfinag-Aufsichtsrats gilt ein Beamter, der 2011 von der frühren Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) übergangen worden war

Wien – Der freiwillige Rückzug von Verfassungsrichterin Claudia Kahr von der Spitze des Asfinag-Aufsichtsrats im Dezember erleichtert Neo-Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) die Umbesetzung von Führungsposten beim staatlichen Autobahnbauer Asfinag. Als Nachfolger wird ein Name gehandelt, der 2011 für böses Blut gesorgt hatte: Peter Franzmayr, damals Spitzenbeamter, der bei der Bestellung der Sektionsleitung für die erstmals vereinten Bereiche Straße und Schiene von Ursula Zechner ausgestochen wurde.

Die Folge war delikat: Franzmayr, der Newcomerin Zechner fachlich überlegen, klagte gegen deren Bevorzugung durch SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures (und bekam vor wenigen Monaten Recht, wie Eingeweihte wissen), ließ sich karenzieren und ist nun Magistratsdirektor der Stadt Wels.

Nun könnte Franzmayr als Asfinag-Präsident zurückkommen und sogar "Supersektionschef" werden. Der Posten wird ausgeschrieben, weil Zechner in die Asfinag Maut GmbH wechselt. Wer die der SPÖ zurechenbaren Asfinag-Aufsichtsräte Kurt Eder, Nikolaus Gretzmacher und Maria Kubitschek (Arbeiterkammer) ersetzt, stehe noch nicht fest, der Minister führe laufend Gespräche mit mehreren Personen, um die Eigentümerfunktion bestmöglich wahrzunhemen, betonte ein Sprecher. (ung, 14.1.2018)

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