Pass per App: Regierung plant neue Plattform für Behördenwege

    14. Jänner 2018, 11:18
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    Startschuss im Ministerrat am Dienstag – Bündelung vorhandener Verwaltungsapplikationen unter oesterreich.gv.at

    Die Bundesregierung will in der kommenden Ministerratssitzung den Startschuss für eine neue digitale Online-Plattform geben, der Behördenwege für die Österreicher in Zukunft noch einfacher gestalten soll. Im Endausbau sollen Bürger etwa den Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses oder Änderungen im Melderegister via App am Handy erledigen können.

    "Die Bürokratie macht das Leben komplexer. Wir wollen es mit Digitalisierung vereinfachen. Daher bündeln wir in einem ersten Schritt vorhandene Angebote der Verwaltung, um diese benutzerfreundlich und bürgernah aufzubereiten", erklärte die für Digitalisierung zuständige Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Wochenende gegenüber der APA.

    Nur beschränkt für mobile Endgeräte kompatibel

    Der Bund hat derzeit unterschiedliche Behördenangebote im Online-Einsatz. Diese haben teils unterschiedliche Zugänge oder sind nur beschränkt für mobile Endgeräte wie Smartphones kompatibel, deren Marktdurchdringung in Österreich mittlerweile knapp 95 erreicht hat. Die Regierung will daher mit oesterreich.gv.at eine einheitliche Online-Plattform schaffen, die einen zentralen Zugriff auf die gängigsten bereits bestehenden Verwaltungsapplikationen wie das Bürgerserviceportal help.gv.at, das Unternehmensserviceportal usp.gv.at oder das Rechtsinformationssystem ris.bka.gv.at bietet.

    Priorität für Top 10

    In weiterer Folge sollen die zehn von Bürgerinnen und Bürgern am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen über diese Plattform online zugänglich gemacht werden. Dazu gehören etwa die Beantragung eines Reisepasses oder Personalausweises, Änderungen im Melderegister oder im Kraftfahrzeugregister, heißt es im Wirtschaftsministerium.

    Bei der Entwicklung der Online-Plattform sollen insbesondere erleichterte Zugangsmodalitäten (Single-Sign-On), Benutzerfreundlichkeit sowie die Kompatibilität mit unterschiedlichen mobilen Endgeräten im Fokus stehen. Im Endausbau sollen die wichtigsten Behördenwege auch via App am Smartphone erledigt werden können.

    "Das Motto lautet vom E-Government zum M-Government. Entscheidend ist die Wahlfreiheit, ob man seine Amtswege digital oder klassisch am Amt erledigen will. Die Bürger sollen selbst entscheiden, wie Sie mit uns kommunizieren wollen, der Staat soll das nicht verordnen", so Digitalministerin Schramböck. (APA, 14.1.2018)

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      foto: apa/techt
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