Wie sich Fußballverletzungen vermeiden lassen

    14. Jänner 2018, 01:00
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    Sportwissenschafter haben ein speziell Aufwärmprogramm für Kinder entwickelt, mit dem sich Fußballverletzungen um rund 50 Prozent reduzieren lasse

    Basel – Wenn sich Kinder beim Fußballspielen verletzen, kommt es häufiger zu Knochenbrüche oder Verletzungen der oberen Extremitäten als bei Jugendlichen oder Erwachsenen, betonen Sportwissenschafter der Universität Basel. Auf der Basis von Studien zu Verletzungsmustern im Kinderfußball entwickelten die Forscher nun ein 20-minütiges Warm-up. Das Programm "11 + Kids" besteht aus sieben Aufwärmübungen, die zu Beginn des regulären Fußballtrainings absolviert werden sollen.

    Die Sportwissenschafter untersuchten nun in einer Studie die Effektivität des Aufwärmtrainings. Insgesamt nahmen an der Untersuchung 3.895 Mädchen und Buben zwischen sieben und 13 Jahren aus der Schweiz, Deutschland, der Tschechischen Republik und den Niederlanden teil.

    Das Ergebnis: Viele Verletzungen lassen sich verhindern. Während die Kontrollgruppe ihr Training unverändert fortführte, wärmte sich die Interventionsgruppe regelmäßig mit dem Spezialprogramm auf. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war die Verletzungsrate bei den Teams, die das Programm angewendet hatten, innerhalb einer Fussballsaison um 48 Prozent niedriger. Bei den schweren Verletzungen reduzierte sich die Rate um 74 Prozent. Idealerweise wird das Programm zweimal pro Woche absolviert, empfehlen die Experten. (red, 14.1.2018)

    • Wenn das Runde in das Eckige muss, kommt es auch zu Verletzungen. Das gilt auch für den Kinderfußball.
      foto: getty images/istockphoto

      Wenn das Runde in das Eckige muss, kommt es auch zu Verletzungen. Das gilt auch für den Kinderfußball.

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