Felssturz in Tirol: Bundesheer sichert Häuser mit 160 "Panzerigeln"

12. Jänner 2018, 14:43
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Als Steinschlagschutz – Assistenzeinsatz in Vals beginnt am Freitag – Landesgeologe Heißel: Situation am Berg nach wie vor unverändert

Vals – Nach dem gewaltigen Felssturz in Vals in Tirol am 24. Dezember werden nun 160 sogenannte Panzerigel des Bundesheers als Steinschlagschutz eingesetzt. Der Assistenzeinsatz soll noch heute, Freitag, starten, teilte das Land mit. Die kreuzförmigen Panzersperren sollen dann einen "hinreichenden Schutz" für die zwei noch evakuierten Häuser und die Landesstraße darstellen, hieß es.

In einem ersten Schritt werden bis kommenden Montag rund 60 Stück von der Pontlatzkaserne in Landeck nach Vals transportiert und dort gelagert. Am Montag soll dann noch zusätzliches schweres Gerät wie ein Spezial-Lkw, ein Tiefladesystem und ein Bagger vom Pionierbataillon 2 in Salzburg folgen, ehe dann die restlichen 100 Panzersperren geliefert werden.

"Situation am Berg unverändert"

Die Sicherheitsfreigabe für den Beginn der Verlegungsarbeiten durch die Soldaten erteilte Landesgeologe Gunther Heißel: "Die Situation am Berg ist nach wie vor unverändert und es gibt immer wieder kleinere Nachbrüche". Mit den Panzersperren sollte aber den Menschen ermöglicht werden, in die zwei derzeit noch evakuierten Häuser zurückzukehren und die Landesstraße wiederherzustellen, erklärte Heißel.

"Für uns steht jetzt einmal die nachhaltige Sicherung der Erreichbarkeit des hinteren Valsertales sowie die Herstellung der Sicherheit für die zwei evakuierten Wohnhäuser im Vordergrund", betonte ÖVP-LH Günther Platter. In Bälde sollen aber weitere Maßnahmen zur Sicherung des Lebensraumes hinteres Valsertal vorgestellt werden.

Der Felssturz hatte die Landesstraße im Valsertal am Abend des 24. Dezembers bis zu zehn Meter hoch und 150 Meter breit verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings wurden mehrere Weiler der Gemeinde Vals von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 150 Dorfbewohner waren bis zur Öffnung eines Notweges eingeschlossen. Zudem mussten zahlreiche Häuser in der Gefahrenzone evakuiert werden. Nur wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder die Stelle auf dem Rückweg von der Christmette passiert. (red, APA, 12.1.2018)

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