Michael Douglas weist Vorwurf der sexuellen Belästigung zurück

11. Jänner 2018, 12:06
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Die Anschuldigungen einer ehemaligen Mitarbeiterin seien eine "komplette Lüge", sagt der US-Schauspieler und #MeToo-Unterstützer

Los Angeles – US-Schauspieler Michael Douglas ist möglichen Vorwürfen sexueller Belästigung mit einem Gang an die Presse zuvorgekommen. Er habe von einer Anwältin erfahren, dass eine Frau, die vor mehr als 30 Jahren für ihn gearbeitet habe, Vorwürfe erhebe, sagte der zweifache Oscar-Preisträger dem Filmportal deadline.com. Die Frau soll behauptet haben, dass er vor ihr masturbiert habe.

Der 73-Jährige bezeichnete das als "komplette Lüge". Zugleich wolle er aber die Kontrolle über die Geschichte behalten und sei deshalb an die Presse gegangen, bevor bestimmte Medien die Sicht der Frau veröffentlichen und er sich dann verteidigen müsse.

Douglas: "Meine Kinder sind aufgebracht"

Der seit mehr als 50 Jahren aktive US-Schauspieler ist mit der britischen Schauspielerin Catherine Zeta-Jones verheiratet und hat mit ihr zwei minderjährige Kinder. "Der Teil, der mir am meisten wehtut, ist, das alles mit meiner Frau und meinen Kindern teilen zu müssen. Meine Kinder sind wirklich aufgebracht, sie müssen zur Schule gehen und sich darüber sorgen, dass das in einem Artikel über mich erscheinen wird, in dem ich als sexueller Belästiger dastehe."

Die Frau hatte Douglas zufolge in den 1980er-Jahren für ihn gearbeitet. Sie sei eine Bloggerin, die jetzt ein Buch über ihr Leben veröffentlichen wolle und ein Kapitel über ihn plane. "Vielleicht ist sie verärgert, dass ich sie damals gehen ließ", sagte Douglas im Interview. Das Einzige, was er einräume und auch bedauere, sei, in ihrer Gegenwart – aber nicht an sie gerichtet – eine vulgäre Sprache benutzt zu haben. Das hatte die frühere Mitarbeiterin ihm ebenfalls vorgeworfen.

Unterstützer der #MeToo-Bewegung

"Ich unterstütze die #MeToo-Bewegung aus vollem Herzen", sagte Douglas. "Doch das ist ein Schritt, der dieser Bewegung einen Rückschlag versetzen kann. (...) Ich würde mir wünschen, wir wären vorsichtiger dabei, zu beschuldigen und beschuldigt zu werden." (APA, 11.1.2018)

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