"Leeroy Jenkins": Legendäres Gaming-Meme war nur ein Fake

    11. Jänner 2018, 10:18
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    Das wurde von den Machern verraten. Sie sammeln nun Geld für den Kampf um die Netzneutralität

    Es gilt als eines der ersten Gaming-Memes und war ein Fake. "Leeroy Jenkins" war ein "World of Warcraft"-Spieler, der mit seinem Kampfschrei vor elf Jahren zur Internetberühmtheit wurde. Ben Schulz, der Spieler dahinter, wurde daraufhin regelmäßig zu Messen und Veranstaltungen eingeladen, wo er seinen "Leeroy Jenkins"-Schrei zum Besten gab.

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    Das Originalvideo mit "Leeroy Jenkins".

    Alles nur ein Fake

    Nun hat sich herausgestellt, dass jenes, das Schulz berühmt machte, nur ein Fake war. Zur Erinnerung: In dem Clip ist eine Gruppe von Spielern zu sehen, die vor einem größeren Kampf die gemeinsame Taktik besprechen. Schulz, der zu dem Zeitpunkt nicht anwesend war, schreit daraufhin "Leeroy Jenkins" und zieht alleine in den Raid, der verloren wird.

    "Offensichtlich Satire"

    Allerdings war der Clip gänzlich inszeniert, wie gegenüber dem Branchenmedium Kotaku bestätigt wurde. "Wir haben nicht gedacht, dass das jemand für echt halten könnte und dachten, dass es ganz offensichtlich als Satire erkannt wird. Offenbar haben wir uns getäuscht", sagte einer der Beteiligten. Ein Clip, in dem der erste Versuch des Memes zu sehen war, wurde ferner veröffentlicht.

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    Der erste (nicht erfolgreiche) Versuch des Videos.

    Ernster Hintergrund

    Die Enthüllung hat einen ernsten Hintergrund. Man habe das neue Video veröffentlicht um Geld für die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) zu sammeln. Diese setzt sich aktuell für den Fortbestand der Netzneutralität ein, die in den USA momentan diskutiert wird. (red, 11.01.2018)

    • Ausschnitt aus dem Original zu "Leeroy Jenkins".
      foto: screenshot/webstandard

      Ausschnitt aus dem Original zu "Leeroy Jenkins".

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