"Fifa 18": Youtuber verliert bei Experiment durch Lootboxen 4.000 Pfund

    10. Jänner 2018, 10:30
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    ChrisMD wollte aufzeigen, wie fair das System hinter den "FUT"-Packs ist

    Bei der populären Fußballsimulation "Fifa" gibt es den "Fifa Ultimate Team"-Modus. Bei diesem tritt man mit seiner Mannschaft online gegen andere Teams an. Man muss sich die Spieler seines Teams allerdings verdienen – entweder durch Siege, Herausforderungen oder echtes Geld. Allerdings ist es nicht möglich, Ronaldo, Messi & Co direkt für sein Team zu erlangen, man muss sich dem Zufallsprinzip unterordnen.

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    Das Video des Youtubers.

    Verlust von 4.000 Pfund

    Die Topspieler werden nämlich über Kartenpackungen gezogen, die man für eine Spielewährung kaufen kann. Youtuber ChrisMD hat nun das Experiment gewagt und wollte herausfinden, welche Kicker man denn um 5.000 Pfund (5.680 Euro) erhält. Die Ernüchterung: In den hunderten Packungen waren kaum Weltstars. ChrisMD rechnete aus, dass er dadurch einen Verlust von 4.000 Pfund habe.

    Youtuber: Macht das nicht

    Dieser setzte sich aus dem Verkauf sämtlicher Kicker gegen die Spielewährung zusammen. Für 5.000 Pfund erhielt der YouTuber insgesamt 56 Millionen sogenannte "FUT"-Coins, nach dem Ausverkauf waren es nur mehr 10 Millionen, was einem Gegenwert von 880 Pfund entspricht. Das Fazit des Experiments fällt für ChrisMD sehr deutlich aus. Er rät klar davon ab, Geld in die Kartenpackungen zu investieren. Im Grunde kann man die Top-Spieler für den "Fifa Ultimate Modus" nämlich auch ohne Bezahlung erlangen – dies dauert allerdings deutlich länger.

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    Unser GameTalk zum Thema Lootboxen

    Debatte um Lootboxen

    Das Experiment des Youtubers wurde wohl im Zuge der Debatte über Lootboxen durchgeführt. Angestoßen wurde diese durch "Star Wars: Battlefront 2". Bei dem Spiel sind mindestens 4.500 Stunden beziehungsweise 2.100 Dollar nötig, um alle Lootboxen freizuschalten. Um alle Helden zu erlangen bedarf es wiederum pro Protagonist 40 Stunden Spielzeit oder ebenso Geld. Die Kritik der Fans war riesig, woraufhin Hersteller Electronic Arts die Notbremse zog und Mikrotransaktionen vorerst deaktivierte.

    800 Millionen Dollar mit "Ultimate Team" lukriert

    Der Modus "Ultimate Team" dürfte sich für den Konzern allerdings auszahlen. Anfang 2017 wurde bekannt, dass Electronic Arts jährlich 800 Million Dollar mit diesem bei "Fifa", "Madden" und etwa "NHL" umsetzt. Ein Jahr zuvor wurden noch 650 Millionen Dollar damit verdient. Bei einer Konferenz gab der Finanzchef des Unternehmens an, dass man plane, einen ähnlichen Modus auch in anderen Games umzusetzen. (red, 10.1.2018)

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