Med-Uni Wien berechnet, was Gesundheit kostet

    11. Jänner 2018, 13:05
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    Die Forscher möchten mit einem neuen Programm die Kosten des Gesundheitswesens auf nationaler und europäischer Ebene vergleichen

    Die zunehmend alternde Gesellschaft, die steigenden Bevölkerungszahlen und neue Gesundheitstechnologien haben zu einem deutlichen Anstieg der Gesundheitskosten in der EU geführt. Ziel des kürzlich gestarteten europäischen Projekts Pecunia ist es, standardisierte Methoden für die Ermittlung von Kosten und die Bewertung von Outcome-Daten für eine optimale Gesundheitsversorgung in der EU bereitzustellen. Das Projekt soll eine Laufzeit von drei Jahren haben.

    Zwischen 1972 und 2010 sind die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Gesundheitskosten in der gesamten EU von 4,5 auf acht Prozent des Bruttonationalprodukts gestiegen. Insbesondere chronische Erkrankungen, Multimorbiditäten sowie psychische Erkrankungen lassen die Gesundheitskosten steigen. Das Ziel von Pecunia besteht darin, die Entwicklung neuer standardisierter und validierter Methoden für die Evaluierung der Kosten und Outcomes auf nationaler Ebene und länderübergreifend in der EU vergleichbar zu machen. Letztendlich wird ermittelt, was die einzelnen medizinischen und therapeutischen Interventionen unterm Strich bringen.

    Die dafür entwickelten Methoden und Tools sollen dazu dienen, effiziente und evidenzbasierte Modelle für die Versorgung zu entwickeln, um die Versorgung chronischer und psychischer Erkrankungen in der EU zu verbessern. "Unsere Ziele sind ehrgeizig: Wir beabsichtigen, die Kräfte verschiedener akademischer Felder zu bündeln, um für eine umfassende Übersicht über die Kosten und Outcome-Daten im europäischen Gesundheitswesen Methoden zu entwickeln und direkt vergleichbare Lösungen anzubieten." (red, 11.1.2018)

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