Stöger nach BVB-Trainingslager hoffnungsfroh

9. Jänner 2018, 16:26
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Neun Fußballer bei Rückreise von Magen-Darm-Virus geschwächt – Verletzte kehren zurück – Fokus auf Defensive

Malaga/Dortmund – Nur der hohe Krankenstand hat die ansonsten positive Bilanz von Borussia-Dortmund-Trainer Peter Stöger in der Wintervorbereitung getrübt. Beim verfrühten Rückflug vom Trainingslager in Spanien waren gleich neun erkrankte Profis des deutschen Fußball-Cupsiegers an Bord. Stöger hofft auf rasche Genesung. Pierre-Emerick Aubameyang bereite ihm keine Sorgen.

Mit gleich neun blassen, von einem Magen-Darm-Virus betroffenen Profis und zwei verletzten Spielern bestieg der BVB am Dienstag vier Stunden früher als ursprünglich geplant in Malaga den Flieger nach Dortmund. Die hinteren Reihen der Maschine waren für die vom Infekt betroffenen Profis reserviert – sie sollten in möglichst großer Entfernung zu den Gesunden im vorderen Bereich sitzen.

Das unglückliche Ende des Trainingslagers von Marbella konnte die Zuversicht von Stöger vor dem Rückrundenstart am 14. Jänner gegen Wolfsburg jedoch nicht trüben. "Wir hoffen, dass im Laufe der Woche wieder alle dazukommen", kommentierte der Wiener die angespannte Personallage. "Ich glaube dennoch, dass die sechs Tage für uns hier wichtig waren, um uns näher kennenzulernen."

Der Eindruck, der sich Stöger bei längeren Einheiten auf dem Rasen und in Einzelgesprächen eröffnete, erhöhte seine Vorfreude auf die zunächst nur bis zum Sommer befristete Amtszeit beim BVB. "Das ist ein ausgezeichneter Kader. Ich brauche im Grunde nichts dazu", antwortete er auf Fragen nach etwaigen Wintertransfers für die im Herbst über Wochen kriselnde Mannschaft.

Rückkehrer geben Hoffnung

Die Rückkehr der von Verletzungen genesenen Stammkräfte wie Mario Götze, Lukasz Piszczek und Gonzalo Castro, die am Montag beim abschließenden Test gegen den belgischen Erstligisten Zulte Waregem (3:2) erstmals seit langer Zwangspause wieder zum Einsatz gekommen waren, festigte Stögers Vertrauen in das Team. Besonders erfreut war der Coach über die Fortschritte bei Marco Reus, der gut sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls nicht mehr weit von einem Comeback entfernt scheint. "Dass die Jungs, die lange raus waren, eine echte Option sind, das ist nach den paar Tagen in Marbella eigentlich die wichtigste Erkenntnis", kommentierte Stöger.

Wie schon in seinen ersten BVB-Wochen legte er auch in Spanien seinen Fokus auf eine Stabilisierung der unter Vorgänger Peter Bosz wackeligen Defensive. Weltmeister Götze stellte gar eine merkliche Kurskorrektur bei der für ihre Offensivkraft bekannte Borussia in Aussicht: "Es muss die Prämisse sein, kein Gegentor zu bekommen. Vorne haben wir genug Qualität, Tore zu erzielen."

Es sprach für die Gelassenheit von Stöger, dass er der Aufregung um Pierre-Emerick Aubameyang nichts abgewinnen konnte. Weder die verspätete Anreise des zuvor zur Wahl des afrikanischen Fußballers des Jahres eingeladenen Torjägers nach Marbella noch dessen Idee, einen Teil seiner Familie im Team-Hotel einzuquartieren, gab dem Coach zu denken.

"Ich habe die Familie die ganze Zeit nicht gesehen. Ich könnte noch nicht einmal sagen, dass sie wirklich im Hotel waren. Ich habe andere Jungs gesehen, die haben sich mit Leuten irgendwo im Cafe getroffen. Für mich ist das kein so großes Thema", sagte Stöger. (APA, 9.1.2018)

  • Peter Stöger: "Dass die Jungs, die lange raus waren, eine echte Option sind, das ist nach den paar Tagen in Marbella eigentlich die wichtigste Erkenntnis".
    foto: reuters/leon kuegeler

    Peter Stöger: "Dass die Jungs, die lange raus waren, eine echte Option sind, das ist nach den paar Tagen in Marbella eigentlich die wichtigste Erkenntnis".

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