Mit Waffe auf Mitschüler gezielt: Drei Monate bedingt für 15-Jährigen

9. Jänner 2018, 13:41
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Urteil gegen Innviertler Teenager nicht rechtskräftig

Ried im Innkreis – Ein 15-Jähriger ist am Dienstag im Landesgericht Ried zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt worden, weil er im Oktober des Vorjahrs eine Schreckschusspistole mit in die Schule genommen und damit auf Mitschüler gezielt haben soll. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Vorfall ereignete sich wenige Tage vor dem 15. Geburtstag des Schülers. Laut Anklage hatte er mit der echt aussehenden Waffenattrappe auf fünf Mitschüler gezielt und repetiert. Als die Direktorin von dem Vorfall erfuhr, informierte sie die Polizei.

Bewährungshilfe für den 15-Jährigen

Die Staatsanwaltschaft legt dem Jugendlichen das Vergehen der schweren Drohung zur Last. Am Dienstag musste er sich deswegen vor Gericht verantworten. Zu Beginn der Verhandlung wirkte er nervös und kleinlaut. Nach den Ausführungen der Staatsanwaltschaft wurde auf Antrag der Verteidigung die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Richterin Claudia Lechner sprach den Jugendlichen der gefährlichen Drohung schuldig – allerdings nur gegenüber einer Mitschülerin. Sie verurteilte den 15-Jährigen zu drei Monaten bedingter Haft. Das Gericht ordnete zudem Bewährungshilfe an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weder Staatsanwaltschaft noch Verteidigung gaben eine Erklärung ab. (APA, 9.1.2018)

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