Masern-Ausbruch in Göteborg: Ansteckungsrisiko im Krankenhaus

    9. Jänner 2018, 11:37
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    Seit Mitte Dezember gab es in Göteborg fast zwei Dutzend Masern-Fälle. Die Erkrankungswelle ist laut Behörden noch nicht vorbei

    Göteborg – In der südschwedischen Stadt Göteborg sind in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viele Menschen an Masern erkrankt. Seit 10. Dezember hätten sich bereits 22 Frauen und Männer angesteckt, teilte die Region Västra Götland mit. "Wir sehen nun mehr und mehr Fälle und es ist deutlich, dass der Masernausbruch noch nicht vorbei ist", teilte das Göteborger Universitätskrankenhaus mit.

    Nach Behördenangaben infizierten sich mehrere Erkrankte auch im Krankenhaus und in Wartezimmern von Ärzten. Wer vermute, er könne an Masern haben, solle nicht im Wartezimmer bleiben, bat das Krankenhaus daher. Es gebe spezielles Pflegepersonal an den Eingängen zur Notaufnahme, an das man sich wenden könne.

    Nestschutz für Babys

    Auch mehrere Dutzend Säuglinge werden in Göteborg derzeit vorsichtshalber mit Antikörpern behandelt. Sie könnten sich bei ihrer Geburt angesteckt haben, weil Personal auf der Geburtsstation an Masern erkrankt war. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Viren auf Patienten, Angehörige und Kollegen übertragen wurden, heißt es vonseiten des Göteborger Universitätskrankenhauses.

    Neugeborene sind an sich durch die Mutter vor einer Ansteckung geschützt. Ist ihr Immunsystem durch eine Masernerkrankung oder -impfung mit dem Erreger vertraut, kann sie Antikörper über die Plazenta und über die Muttermilch weitergeben. Andernfalls entfällt dieser wichtige Nestschutz. (APA, dpa, 9.1.2018)

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