Golden Globes 2018: Protest in Schwarz auf dem Red Carpet

    Ansichtssache8. Jänner 2018, 12:56
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    Aus Protest kleideten sich Schauspielerinnen und Schauspieler bei der Gala diesmal in Schwarz. Eine Ansichtssache

    Kleid Armani, Schuhe Jimmy Choo, Schmuck Bulgari – bei Filmpreisverleihungen geht es bekanntlich nicht nur um Auszeichnungen, sondern auch um das glamouröseste Kleid, den smartesten Auftritt, die neueste Frisur.

    Diesmal allerdings sollte alles anders sein. Statt den Medien Futter für die alljährlichen "Best dressed"-Listen vorzuwerfen, verweigerte sich ganz Hollywood der Farbe. Frauen wie Männer kleideten sich aus Protest in Schwarz, die Designer gerieten ins Schwitzen: Sie mussten in letzter Sekunde Neuauflagen ihrer Kleider anfertigen. Dazu trugen einige Schauspielerinnen Buttons der Initiative "Time's Up" gegen die Benachteiligung von Frauen und sexuellen Missbrauch, hinter der Hollywoodstars wie Reese Witherspoon, Meryl Streep, Cate Blanchett und Gwyneth Paltrow stehen. Zu sehr hat die #MeToo-Debatte über Harvey Weinstein die Branche erschüttert. Für Aufsehen sorgten weibliche Aktivistinnen, die gemeinsam mit einigen Schauspielerinnen die Preisverleihung absolvierten.

    foto: reuters/mario anzuoni
    Susan Sarandon (rechts) kam mit Aktivistin Rosa Clemente.

    Dem konventionellen Red-Carpet-Glamour taten diese Interventionen allerdings keinen Abbruch: Wie immer erschienen die Stars in großen Kleidern von Armani, Prada, Prabal Gurung, die Männer tauschten einfach nur weiße Hemden gegen schwarze. Es kam also, wie es kommen musste: Die Aufmerksamkeit galt diesmal dem Drumherum und den Details, den transparenten Einsätzen, den Pailletten, den tiefen Ausschnitten, dem Make-up, den Krägen und dem Schmuck. Ein Infragestellen der Red-Carpet-Konventionen sieht anders aus.

    Kritik an der Aktion war bereits im Voraus geäußert worden. Ausgerechnet Rose McGowan, die als eine der ersten Schauspielerinnen Weinstein öffentlich beschuldigt hatten, merkte an, dass es sich bei den Auftritten in schwarzer Kleidung um nichts als einen "stummen" Protest handle. (ped, feld, 8.1.2017)

    foto: ap/pizzello

    Tracee Ellis Ross kam in Kleid und Turban von Marc Jacobs, Schauspielerin Emma Stone trat gemeinsam mit der ehemaligen Tennisspielerin Billie Jean King (rechts) auf, die sie in "The Battle of Sexes" verkörpert.

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    foto: ap/strauss

    "Stranger Things"-Star Caleb McLaughlin erfüllte das diesjährige Red-Carpet-Motto zu aller Zufriedenheit: Er trug einen schwarzen Rollkragenpullover unterm Anzug.

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    Hochgeschlossen, bodenlang: Alicia Vikander trug ein Kleid von Louis Vuitton.

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    Auch Heidi Klum hielt sich an den Dresscode, sie erschien in einem Kleid von Ashi Studio.

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    Vorne kurz, hinten lang: Kendall Jenner kam im Tülltraum von Giambattista Valli Haute Couture.

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    William H. Macy trug am Revers den "Time's Up"-Button.

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    Jude Law machte es sich einfach, er kam wie immer im weißen Hemd (Outfit von Saint Laurent) zum dunklen Anzug.

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    Auf Instagram posierte sie im "Time's Up"-Shirt, auf dem Laufsteg trat Eva Longoria im schwarzen Kleid auf.

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    "Stranger Things"-Darstellerin Millie Bobby Brown kam in einem Kleid von Calvin Klein By Appointment, sie modelte bereits für eine Kampagne des amerikanischen Unternehmens.

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    Von der Krawatte bis zum Gürtel in Schwarz: Michelle Pfeiffer und Ehemann David E. Kelley.

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    Da behaupte mal einer, Schwarz sei gleich Schwarz: Salma Hayek kam in Balenciaga, Ashley Judd im tief ausgeschnittenen Kleid von Elie Saab.

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    Komm schon! Schauspielerin Jessica Chastain (in Giorgio Armani) zieht Octavia Spencer (in Tadashi Shoji) ins Rampenlicht.

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    Keith Urban (im schwarzen Hemd zum wie immer perfekt gesträhnten Haar) weiß wohl schon, dass Nicole Kidman (Kleid von Givenchy) abräumen wird.

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    Für ihre Rolle in "Big Little Lies" gab es den Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie.

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    foto: apa/afp/brown

    Wie viele Schauspielerinnen legte sie an diesem Abend die Schultern frei: Christina Hendricks (in Christian Siriano).

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    Halle Berry kam im Spitzenkleid, Reese Witherspoon im Modell Meerjungfrau (Zac Posen).

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    foto: reuters/nicholson

    Schauspielerin Diane Kruger in Kleid mit transparentem Umhang (von Prada) mit Preisträger Fatih Akin (leger im schwarzen T-Shirt).

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    Und noch mal schulterfrei und bodenlang: Saoirse Ronan (in Atelier Versace) und Greta Gerwig in Óscar de la Renta.

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    foto: reuters/nbc/handout

    Helen Mirren (in Zuhair Couture) und Viola Davis.

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    Selbst Gucci lieferte ein schwarzes Kleid: Dakota Johnson kam in einer Robe des italienischen Unternehmens, neben ihr Alison Brie, die unter ihrem Kleid zur Hose griff.

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    Schulterblick: Penelope Cruz in Ralph & Russo Couture.

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    foto: ap/pizzello

    Zwar gab's für "Game of Thrones" diesmal nichts abzuholen, Spaß hatten Emilia Clarke (in Miu Miu) und Gwendoline Christie trotzdem.

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    Mehr silbern als schwarz, das paillettierte Chloé-Kleid von Isabelle Huppert.

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    foto: ap/sanjuan

    Edgar Ramirez und Ricky Martin im Zwillingslook: von Kopf bis Fuß in Schwarz.

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    foto: apa/afp/macon

    Laurence Fishburne konnte sich ein Zitat (seines Looks in Jayasurya's "Aadu 2") nicht verkneifen.

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    Brad wurde nicht vermisst: Angelina Jolie mit Sohn Pax Thien Jolie-Pitt.

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    foto: ap/drinkwater

    So zwingt selbst ein schwarzes Kleid zum Hinschauen: Kirk Douglas und Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones (in Zuhair Murad Couture).

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    foto: reuters/handout

    Emma Watson, eine der Initiatorinnen von "Time's Up", brachte die Aktivistin Marai Larasi mit – hier allerdings Seite an Seite mit Robert Pattinson. (feld, ped, 8.1.2017)

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