Israel veröffentlicht schwarze Liste von Boykott-Organisationen

    7. Jänner 2018, 16:22
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    Den betroffenen Gruppen soll künftig die Einreise verweigert werden

    Jerusalem – Israel will Aktivisten von Organisationen, die zu einem Israel-Boykott aufrufen, künftig die Einreise verweigern. Das Ministerium für strategische Angelegenheiten veröffentlichte am Sonntag eine Liste von rund 20 Organisationen, die der Boykottbewegung BDS gegen Israel angehören, wie israelische Medien berichteten.

    Die internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein. Den Berichten zufolge ist auch die BDS-Gruppen in mehreren europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Italien unter den genannten Organisationen. Außerdem sind die Friends of Al-Aqsa (FOA) aus Europa und aus den USA Code Pink und die Jewish Voice for Peace (JVP) aufgelistet.

    Konzerte abgesagt

    "Wir sind von der Defensive in die Offensive gegangen", erklärte Gilad Erdan, Minister für strategische Angelegenheiten und innere Sicherheit, den Angaben zufolge. "Die Boykott-Organisationen müssen wissen, dass der Staat Israel sie stoppen und ihre Vertreter daran hindern wird, in das Land einzureisen und den Bürgern zu schaden."

    Pink-Floyd-Star Roger Waters gilt als einer der zentralen Unterstützer der BDS-Bewegung. Zuletzt hatte die neuseeländische Popsängerin Lorde auf Druck pro-palästinensischer Aktivisten ein im Sommer geplantes Konzert in Tel Aviv abgesagt. (APA, 7.1.2018)

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