VW und Mercedes erzielen 2017 Verkaufsrekord

8. Jänner 2018, 13:06
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Der Dieselskandal kann Volkswagen wenig anhaben. Auch Mercedes-Benz verkaufte 2017 knapp zehn Prozent mehr Neuwagen. Beiden hilft die Nachfrage aus China

Berlin/Frankfurt – Der deutsche Autobauer Volkswagen hat im vergangenen Jahr nach einem Medienbericht so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor in der Konzerngeschichte. Unter Berufung auf interne Prognosen berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag", VW habe 2017 deutlich mehr als 10,5 Millionen (Vorjahr: 10,3 Mio.) Fahrzeuge abgesetzt.

Das Unternehmen rechne mit rund 10,7 Millionen Autos. Die genauen Zahlen stünden noch nicht fest. Damit bleibe VW vor Toyota die Nummer eins der Autobauer.

Auch beim Umsatz steuere das Unternehmen auf Rekordkurs. Erstmals werde 2017 wahrscheinlich die Grenze von 220 Milliarden Euro (Vorjahr: 217,3 Mrd. Euro) übertroffen. Vor allem eine boomende Nachfrage in China sei dafür verantwortlich.

Bei den Marken habe Skoda sehr gut abgeschnitten, auch Seat und die Kernmarke VW verbuchten deutlich verbesserte Zahlen. Unter den Erwartungen sei dagegen Audi geblieben.

Auch Mercedes verzeichnet Absatzrekord

Daimlers Pkw-Sparte Mercedes-Benz hat dank hoher Nachfrage nach neuen Modellen das siebente Jahr in Folge mit einem Absatzrekord beendet und sich als größter Premiumhersteller weltweit behauptet. Die Marke mit dem Stern verkaufte 2017 mit fast 2,3 Millionen knapp 10 Prozent mehr Neuwagen als im Jahr davor, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor allem SUV und Kompaktwagen waren gefragt.

Auf dem größten Einzelmarkt China steigerte der Autobauer den Absatz seiner Hauptmarke um 26 Prozent auf knapp 588.000 Stück. "Der Erfolg in unserem Kerngeschäft ist die Basis, die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten", erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Mercedes lag damit das zweite Jahr in Folge vor den Erzrivalen BMW und Audi. "Damit haben wir unseren Vorsprung an der Spitze im Premiumsegment nochmal deutlich ausgebaut", erklärte Vertriebschefin Britta Seeger. Der Absatz der Kleinwagenmarke Smart ging gegenüber dem starken Vorjahr um 6,5 Prozent auf gut 135.000 Wagen zurück. (APA, 8.1.2017)

  • VW ist gut im Rennen.
    foto: reuters/rehle

    VW ist gut im Rennen.

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