Zwei frühere Minister in Simbabwe wegen Korruption angeklagt

6. Jänner 2018, 15:02
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Anwälte der ehemaligen Mugabe-Mitstreiter sprechen von "Hexenjagd" und "Zirkus"

Harare – In Simbabwe müssen sich zwei Minister aus der gestürzten Regierung des früheren Präsidenten Robert Mugabe wegen Korruption vor Gericht verantworten. Der frühere Außenminister Walter Mzembi und Energieminister Samuel Udenge wurden am Samstag zunächst auf Kaution freigelassen, wie ihre Anwälte bestätigten.

Die gegen sie erhobenen Vorwürfe seien "lächerlich" und Teil einer politischen Hexenjagd, erklärte Mzembis Anwalt Job Sikhala. Undenges Anwalt bezeichnete die Anklage als "Zirkus". Die früheren Minister mussten nach der Anhörung vom Samstag ihre Pässe abgeben. Ihnen soll am 22. Januar der Prozess gemacht werden.

Der 93-jährige Mugabe wurde Ende November nach einem Militärputsch zum Rücktritt gedrängt. Er war in Simbabwe 37 Jahre lang an der Macht. Das Militär verhalf daraufhin Mugabes früherem Stellvertreter Emmerson Mnangagwa ins höchste Staatsamt.

Die Justiz hat bereits Mugabes früheren Finanzminister Ignatius Chombo angeklagt. Alle Angeklagten galten als Unterstützer von Grace Mugabe, die von ihrem Mann als Nachfolgerin aufgebaut wurde. Ihr Aufstieg wurde jedoch durch den Militärputsch verhindert. (APA/dpa, 6.1.2018)

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