14-Jährige in Warschau von Rassisten attackiert – Premier schaltet sich ein

    5. Jänner 2018, 13:52
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    Mädchen auf dem Rückweg von der Schule attackiert – Ministerpräsident: "Für Rassismus ist in Polen kein Platz"

    Warschau – Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat einen mutmaßlich fremdenfeindlich motivierten Übergriff auf ein 14-jähriges Mädchen in Warschau verurteilt. Die Attacke auf die Jugendliche wegen ihrer Hautfarbe sei zutiefst zu verurteilen, schrieb er am Freitag auf Twitter nach dem Angriff eines Mannes auf eine Jugendliche türkischer Herkunft.

    Medienberichten zufolge soll der Angreifer die Parole: "Polen den Polen" gerufen haben. Morawiecki twitterte: "Für Rassismus ist in Polen kein Platz. Wir werden alles tun, damit Polen für jeden sicher ist." Nach vorläufigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wurde das Mädchen am Donnerstag auf dem Rückweg von der Schule von einem etwa 40-jährigen Mann zunächst verbal und dann auch tätlich attackiert.

    Antiflüchtlingspolitik

    Die Behörde, die nach Angaben der Agentur PAP in dem Fall ermittelte, wollte zunächst keine näheren Angaben machen. Demnach hatten die Eltern des Mädchens die Tat bei der Polizei gemeldet.

    Polens nationalkonservative Regierung weigert sich strikt, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Zahl rassistisch motivierter Übergriffe in dem Land ist in den vergangenen Jahren gestiegen. (APA, 5.1.2018)

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