Israel treibt Siedlungsbau im Westjordanland weiter voran

    4. Jänner 2018, 18:24
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    Verteidigungsminister kündigt Bau neuer Wohnungen für jüdische Siedler an

    Jerusalem – Israel plant den Bau weiterer Wohnungen für jüdische Siedler im besetzten Westjordanland. Er habe für kommende Woche eine Sitzung der zuständigen Planungsbehörde einberufen, um neue Programme für den Bau und den Verkauf von Siedlerwohnungen zu beschließen, teilte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Donnerstag mit. Angaben dazu, wie viele neue Gebäude entstehen sollen, machte er nicht.

    600.000 Siedler

    In den vergangenen Jahren waren bestehende jüdische Siedlungen in den Palästinensergebieten durch den Bau neuer Wohnungen immer mehr ausgeweitet worden. Nach Angaben der israelischen Bürgerrechtsgruppe Frieden Jetzt wurden im vergangenen Jahr Baugenehmigungen für 6742 Wohneinheiten im Westjordanland erteilt und damit so viele wie seit 2013 nicht. Derzeit leben rund 600.000 Siedler zwischen 2,9 Millionen Palästinensern in dem seit 1967 besetzten Westjordanland und im von Israel annektierten Ost-Jerusalem.

    Die UNO betrachtet sämtliche Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten als illegal. International wird der israelische Siedlungsbau als eines der größten Hindernisse für eine dauerhafte Friedenslösung im Nahost-Konflikt angesehen. (APA, 4.1.2018)

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