Militärgymnasium soll erhalten bleiben

    4. Jänner 2018, 16:29
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    Ministerrat beschließt am Freitag Nachfolge-Lösung – Ziel ist "Schaffung fundierter Ausbildungszweige für den Sicherheitssektor"

    Wien/Wiener Neustadt – Die Bundesregierung will auf ihrer Klausur am morgigen Freitag auch eine Maßnahme beschließen, die ihre Wahlkämpfer in Niederösterreich freuen dürfte: Das derzeit in Wiener Neustadt angesiedelte Militärgymnasium soll erhalten bleiben. Details sind allerdings noch offen, auch der konkrete Schultyp. Angestrebt wird die "Schaffung fundierter Ausbildungszweige für den Sicherheitssektor".

    Das Oberstufenrealgymnasium an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt ist prinzipiell für potenzielle Offiziersanwärter gedacht, die nach der Matura eben die "MilAk" absolvieren wollen. Neben einer Schuluniform gibt es etwa mehr Sport oder Geländekunde. Das Militärgymnasium sollte eigentlich den Sparplänen des damaligen Verteidigungsministers Gerald Klug (SPÖ) zum Opfer fallen. Ende 2014 einigte sich die Regierung nach Protesten darauf, dass die Schule noch für die damals bestehenden vier Jahrgänge erhalten bleibt.

    Ausbildungskooperation

    Das aktuelle Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ sieht den "Erhalt des Militärrealgymnasiums" und eine Ausbildungskooperation mit der Polizei vor. Für die Ministerratssitzung am Freitag ist ein entsprechender Beschluss geplant. Die Details sind zwar noch offen, aber die Zeit drängt – denn der Schulbetrieb wäre ja mit Ende des laufenden Schuljahres einzustellen, und die Einschreibungszeit für das nächste Schuljahr ist zu berücksichtigen.

    Wie es in Unterlagen zur Regierungsklausur heißt, soll der Schulbetrieb ab dem Schuljahr 2018/19 zumindest mit einer Klasse als Sofortmaßnahme sichergestellt werden. Darüber hinaus seien "die Kooperationsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Betrieb im Bereich der Ausbildung mit dem BMI zu konkretisieren". Ziel sei die "Schaffung fundierter Ausbildungszweige für den Sicherheitssektor" – es könnte künftig also auch vermehrt Nachwuchs für die Polizei oder Sicherheitsfirmen angesprochen werden. Dass es sich auch in Zukunft um ein Oberstufenrealgymnasium handeln soll, ist dem Vernehmen nach im Ministerratsvortrag nicht festgeschrieben, der konkrete Schultyp für die Ausbildung ist also noch offen.

    Nach APA-Informationen müsste auch ein neuer Standort geschaffen werden, da die – veralteten – Räumlichkeiten der Schule schon von der MilAk in Beschlag genommen worden sein sollen. Aufgrund der Nähe zur Akademie wird aber ein Verbleib in Wiener Neustadt angestrebt. (APA, 4.1.2017)

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