Tiroler Neos rechnen mit acht Prozent bei Landtagswahl

4. Jänner 2018, 12:30
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Die Neos haben die nötigen Unterstützungserklärungen für die Wahl im Februar beisammen. In der Landeshauptstadt hofft die Oppositionspartei auf ein Direktmandat

Innsbruck – Die Tiroler Neos halten bis zu acht Prozent bei der Landtagswahl am 25. Februar für möglich. Ziel sei jedenfalls der Einzug in den Landtag bzw. das Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde. Antreten wird die Partei in allen Bezirken. "Alle Wahlvorschläge in den Bezirken sind eingebracht, das Land folgt heute", sagte Spitzenkandidat Dominik Oberhofer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

"Die notwendigen 854 Unterstützungserklärungen sind geschafft", konstatierte er. "Mit dem fixen Antreten bei der Landtagswahl ist einer meiner Neujahrsvorsätze bereits in Erfüllung gegangen." Nach dem angestrebten Einzug in den Landtag wolle man "neue Perspektiven" einbringen. "Das System Politik braucht ein Update", gab er sich kämpferisch.

Maßnahmen gegen Abwanderung

Wie dieses Update aussehen könnte, stellte der Landeslisten-Zweite Andreas Leitgeb vor: "Wir stehen für evidenz- und faktenorientierte Politik." Mit Schlagworten wie Partizipation, Transparenz und Bürgerbeteiligung skizzierte er weitere Eckpunkte der kommenden Neos-Politik auf Landesebene. Die Kandidatin des Bezirks Kufstein, Franziska Schumi, pochte hingegen darauf, dass "Bildungs- und Berufschancen die Attraktivität Tirols steigern". Man müsse etwas gegen die Abwanderung in die Städte innerhalb Tirols und generell weg von Tirol tun.

Hohe Lebenskosten

Ein weiteres Problem in Tirol machte die Innsbruck-Stadt-Kandidatin Christine Kittinger aus. "Tirol hat eines der niedrigsten Einkommen, aber eine der höchsten Lebenskosten Österreichs", stellte sie fest. "Es gibt aber zahlreiche Unternehmen in Tirol, die international erfolgreich sind", strich Kittinger weiters das aus ihrer Sicht vorhandene unternehmerische Potenzial in Tirol heraus. Dazu seien "Innovationen" notwendig.

Neben ebendiesen sprachen die Kandidaten unisono von "Mut und Freiheitsliebe" als politische Grundlagen der Tiroler Neos, mit denen sie die Wähler im Februar überzeugen wollen. "Vieles ist möglich", wollte sich Oberhofer aber nicht auf eine Mandatszahl festlegen. "25.000 Stimmen Plus sind aber unser Ziel", konkretisierte er. Besonders hohe Erwartungen hat man in der Landeshauptstadt. "Dort ist ein Direktmandat möglich", sagte er.

Auch "Impuls Tirol" tritt an

Auch die beiden "Impuls Tirol"-Abgeordneten Josef Schett und Maria Zwölfer kandidieren bei der Landtagswahl am 25. Februar. Dies teilte Schett der APA mit. Er werde Spitzenkandidat und führe die Liste gemeinsam mit Zwölfer in die Wahl, so der Osttiroler. Der Parteiname bleibe derselbe.

Am Donnerstag um 17.00 Uhr war Deadline für die Einreichung der Wahlkreisvorschläge. Bis zuletzt hatte Schett nach eigenen Angaben überlegt und Gespräche geführt. Impuls Tirol trete in allen Bezirken außer Schwaz mit einer eigenen Bezirksliste an.

Unterstützungserklärungen sammeln musste "Impuls" nicht, da drei Unterschriften von Abgeordneten reichten. Und die liegen vor: Nämlich Schetts eigene und jene seiner beiden Klubkollegen Zwölfer und Hans Lindenberger.

Damit stellen sich aller Voraussicht nach acht Parteien dem Wählervotum. Neben denNeos und "Impuls Tirol" sind das ÖVP, Grüne, SPÖ, FPÖ Liste Fritz und die Gruppierung "Family – Die Tiroler Familienpartei" der freien Abgeordneten Andrea Krumschnabel. (APA, 4.1.2018)

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