Sturm Burglind brachte nächtliche Böen bis zu 130 km/h

4. Jänner 2018, 11:39
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Der Wind lässt am Donnerstag deutlich nach. Kleinräumige Überschwemmungen an der Alpennordseite sind trotzdem möglich

Wien – Sturm Burglind hat in der Nacht auf Donnerstag noch mit einigen Böen, etwa 131,4 km/h auf dem Feuerkogel, 110,2 km/h auf der Jubiläumswarte sowie 109,4 km/h auf dem Buchberg, auf sich aufmerksam gemacht. Die Schäden in Österreich hielten sich in Grenzen. In Deutschland hingegen soll Burglind die Versicherungsbranche nach Expertenschätzungen rund 300 Millionen Euro gekostet haben. Das ergebe sich aus Berechnungen auf Basis der aktuellen Wetterdaten, teilte der Versicherungsmakler Aon Benfield am Donnerstag mit.

Das Sturmtief, das zuvor Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die Schweiz heimgesucht hatte, zog nach Südosten weiter.

Wie Thomas Wostal von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sagte, sollte der Wind im Laufe des Donnerstags im Großteil Österreichs deutlich nachlassen, bzw. hatte sich bereits in der Früh beruhigt. Auf den Bergen seien aber noch Windspitzen über 100 km/h möglich, vor allem im Hochgebirge.

Schnee und Überschwemmung

An der Alpennordseite, insbesondere von Vorarlberg über Nordtirol bis zum Salzkammergut, sollte es bis Freitagfrüh nahezu durchgehend schneien bzw. regnen. Wegen des milden Wetters steigt die Schneefallgrenze zeitweise auf 1.200 bis 1.800 Meter. Daher seien kleinräumige Überschwemmungen nicht ganz ausgeschlossen. In Summe wären Niederschläge von etwa 50 Millimeter zu erwarten, im Bereich Bregenzerwald, Arlberg, Außerfern vereinzelt auch bis 100 Millimeter.

Am Freitag sollten im Westen und Norden im Bereich einer Störung dichte Wolken durchziehen, die noch etwas Regen oder oberhalb von 1.300 bis 1.900 Meter Seehöhe auch Schnee bringen können. Im Süden halten sich über vielen Tälern und Becken zähe Nebelfelder. Ansonsten ist es wechselnd bewölkt mit Sonne zwischendurch. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen drei und 13 Grad.

In den Becken im Süden sowie vom Waldviertel bis ins östliche Flachland bleibt es oft den ganzen Samstag über trüb durch Nebel und Hochnebel. Überall sonst ist es oft von der Früh weg wolkenlos und bis auf wenige Schleierwolken ungestört sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig, in Föhnstrichen und auf den Bergen lebhaft bis kräftig aus Südost bis Süd. Die Temperaturen legen etwa ein Grad gegenüber dem Vortag zu.

Sonntags stauen sich entlang und südlich des Alpenhauptkammes die Wolken. Ab Mittag setzt von den Ötztaler bis zu den Karnischen Alpen Regen ein. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 1.500 und 2.000 Meter Seehöhe. Im übrigen Österreich gibt es vor allem im Bergland recht sonniges Wetter. Über den Niederungen halten sich allerdings einige Hochnebelfelder, aus denen es ganz im Norden gelegentlich auch nieseln kann. Die Thermometer steigen je nach Nebel, Wolken oder Sonne auf zwischen drei und 15 Grad.

Die neue Woche beginnt nördlich des Alpenhauptkammes zeitweise mit Sonne. Sonst überwiegen die Wolken beziehungsweise über den Niederungen gibt es auch Nebelfelder. Zeitweise ist mit Regen zu rechnen, vor allem im Südwesten sowie im Nordosten. In Osttirol und Oberkärnten können die Niederschläge auch intensiv sein. Die Temperaturen entsprechen in etwa jenen des Sonntags. Und auch der Dienstag dürfte laut ZAMG vor allem nass ausfallen, wobei der Westen und Norden wetterbegünstigt sein sollte. (APA, 4.1.2017)

  • In der Schweiz warf Burglind einen Zug um. In Österreich hielten sich die Schäden hingegen in Grenzen.
    foto: reuters/stefan wermuth

    In der Schweiz warf Burglind einen Zug um. In Österreich hielten sich die Schäden hingegen in Grenzen.

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