89-Jährige am Gang geparkt: Volksanwaltschaft prüft Wiener Spitäler

3. Jänner 2018, 14:33
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KAV verweist auf bessere Beobachtungsmöglichkeit

Wien – In Wien sorgen Gangbetten in Spitälern regelmäßig für Diskussionen – und für wiederholtes Einschreiten der Volksanwaltschaft. Diese will die Situation einmal mehr unter die Lupe nehmen. Volksanwalt Günther Kräuter (SPÖ) hat am Mittwoch eine erneute Prüfung angekündigt.

Anlass war ein Medienbericht, wonach eine 89-jährige Patientin mehrere Tage in einem Bett am Gang liegen musste. Der Krankenanstaltenverbund (KAV) hatte dies mit der Notwendigkeit begründet, dass die Frau besser beaufsichtigen werden konnte.

Kritik von Wiener Opposition

"Ich werde prüfen, ob sich der Verdacht erhärtet, dass vorwiegend hochbetagte, wehrlose Menschen in Gangbetten landen. Weiters wird die Volksanwaltschaft der angeblichen KAV-Rechtfertigung nachgehen, wonach Patienten aufgrund der ständigen Beobachtungsmöglichkeit durch Krankenpfleger am Gang untergebracht werden", erläuterte Kräuter. Kritik setzte es auch von der Rathaus-Opposition. Die ÖVP forderte mehr strategische Planung in Stoßzeiten, um Gangbetten künftig zu vermeiden. (APA, 3.1.2018)

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