Erneut Schiff wegen Öl-Handels mit Nordkorea beschlagnahmt

31. Dezember 2017, 11:26
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UNO-Sanktionen verbieten das Umladen von Öl auf See

Seoul – Südkorea hält laut Medienberichten ein weiteres ausländisches Schiff unter dem Verdacht fest, heimlich Mineralölprodukte auf ein nordkoreanisches Schiff umgeladen zu haben. Eine UNO-Resolution verbietet den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff.

Der Tanker "KOTI" werde seit dem 21. Dezember im Hafen Peongtaek-Dangjin an der Westküste Südkoreas festgehalten, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf die Hafenbehörde. Das Schiff dürfe den Hafen nicht verlassen, solange die Untersuchung andauere.

Unter Flagge aus Panama gefahren

Zunächst war unklar, wann und wo die "KOTI" die Ölprodukte auf ein Schiff aus Nordkorea umgeladen haben soll. Der Tanker sei unter der Flagge Panamas gefahren, und die meisten Besatzungsmitglieder stammten aus China und Myanmar.

Am Freitag hatte das Außenministerium in Seoul mitgeteilt, dass bereits im November ein unter der Flagge Hongkongs fahrendes Schiff beschlagnahmt und inspiziert worden sei. Im Oktober seien von dem Schiff vermutlich 600 Tonnen Ölprodukte in internationalen Gewässern auf ein Schiff aus Nordkorea umgeladen worden. Die "Lighthouse Winmore" liegt derzeit im Hafen der südlichen Stadt Yeosu.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte die entsprechende Verbotsresolution im September verabschiedet. Das mächtigste UNO-Gremium reagierte damit auf den sechsten – und bisher stärksten – Atomtest Nordkoreas wenige Tage zuvor. (APA, 31.12.2017)

  • The Lighthouse Winmore, ein unter der Flagge Hongkongs verkehrendes Schiff, wird vor der Küste von Südkorea festgehalten
    foto: reuters/yonhap

    The Lighthouse Winmore, ein unter der Flagge Hongkongs verkehrendes Schiff, wird vor der Küste von Südkorea festgehalten

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