Was 2018 kommt: Wollen müssen können

Kommentar27. Dezember 2017, 17:33
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Was bisher für die Zukunft Österreichs beschlossen wurde, kann, muss aber nicht kommen

Wollen heißt nicht müssen: Die Bedeutung von Modalverben spielt im Ausblick auf die 31.536.000 Sekunden des Jahres 2018 keine geringe Rolle. Denn was bisher für die Zukunft Österreichs beschlossen wurde, kann, muss aber nicht kommen. Nach dem Wechsel von Rot-Schwarz auf Türkis-Blau will die neue Regierung ja möglichst schnell ihre eigenen Akzente setzen.

Bestes Beispiel: das generelle Rauchverbot in Lokalen. Die Änderung im Tabakgesetz war eigentlich schon längst durch, sogar der Bundesrat, der als letzte skeptische Instanz galt, hatte seine Zustimmung zur Ausweitung des Nichtraucherschutzes gegeben. Doch Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte ein blaues Wahlversprechen einzulösen und blies dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie das Licht aus. Vorläufig zumindest. Denn auch ein neues Tabakgesetz mit einem Rauchverbot in Autos, wenn Kinder an Bord sind, muss erst den Weg der Gesetzwerdung bis hin zur Kundmachung absolvieren.

Manche Veränderungen werden gar nicht auffallen. Der 500-Euro-Schein etwa, der 2018 ohne Nachbesetzung ausläuft, ist der Phantomas der europäischen Währung. Oder wissen Sie, welches Bild die Banknote ziert?

Dürfen heißt nicht können. Gute Vorsätze sind gut, aber letztendlich kann auch 2018 erst bewertet werden, wenn es Vergangenheit ist. Alle Raucher dürfen aufhören zu rauchen. Aber ob sie es können, ist die Frage. (Michael Simoner, 27.12.2017)

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