Jerusalem: Bahnhof bei Klagemauer wird nach Trump benannt

    27. Dezember 2017, 17:10
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    Entscheidung als Dank für Hauptstadt-Anerkennung des US-Präsidenten

    Jerusalem – Zum Dank für seine Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels wird ein neuer Zugbahnhof in der Nähe der Klagemauer nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die geplante Station – nur wenige Meter von der symbolträchtigen Gebetsstätte in der Jerusalemer Altstadt entfernt – werde den Namen "Donald John Trump" tragen, heißt es in einer Entscheidung des israelischen Verkehrsministers Israel Katz.

    Begründet wurde die am Mittwoch bekanntgewordene Entscheidung mit Trumps "historischer und mutiger Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen, und seinem Beitrag zur Stärkung des Status von Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Volkes und des Staates Israel".

    Gewaltsame Proteste

    Der Status von Jerusalem ist eine der heikelsten Fragen im Nahost-Konflikt. Trump hatte am 6. Dezember erklärt, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Er brach damit mit einem jahrzehntelangen internationalen Konsens, dass der Status von Jerusalem erst in einer Friedensvereinbarung mit den Palästinensern festgelegt werden soll. Diese beanspruchen Ostjerusalem als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates.

    Trumps Jerusalem-Entscheidung hatte in den Palästinensergebieten mitunter gewaltsame Proteste ausgelöst, aus aller Welt gab es Kritik. In Israel fand die Entscheidung jedoch bei fast allen Politikern Beifall.

    Die Klagemauer ist die heiligste Stätte des Judentums. Sie liegt auf dem Tempelberg, auf dem sich der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee befinden. Diese sind wiederum den muslimischen Palästinensern heilig.

    Die neue Haltestelle in der Nähe der Klagemauer ist Teil einer 56 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitszuglinie, die ab kommendem Jahr Jerusalem und Tel Aviv verbinden soll. Dadurch soll die Fahrtzeit zwischen den beiden größten Städten Israels auf eine knappe halbe Stunde verringert werden. (APA, 27.12.2017)

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      foto: reuters/awad
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