2018 in der Weltchronik: Kiffen erlaubt, vielleicht auch Abtreibungen

28. Dezember 2017, 12:28
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Das kommende Jahr bringt weltweite Änderungen und gleichbleibende humanitäre Not

Nach fünf Jahren soll 2018 der NSU-Prozess in Deutschland sein Ende finden – ebenso wie das Verbot von Cannabis in Kanada. Ob Abtreibungen im katholischen Irland legal werden, darüber muss das Volk entscheiden.

  • Humanitäre Katastrophen: Mit Ende November dieses Jahres waren laut den Vereinten Nationen nur 52 Prozent des weltweiten humanitären Bedarfs von rund 20 Milliarden Euro finanziert. Für 2018 errechnet die Uno eine benötigte Summe von weiteren 19 Milliarden Euro. Vor allem eskalierende Krisen wie in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia oder dem Sudan tragen dazu bei.
  • Urteil im NSU-Prozess: Im Frühjahr wird mit einem Urteil gegen Beate Zschäpe und ihren Komplizen gerechnet. Sie sollen Anfang der 2000er-Jahre Anschläge und Morde verübt haben. Mehr als 400 Verhandlungstage dauerte der Prozess am Münchner Oberlandesgericht. Die Bundesanwaltschaft fordert für Zschäpe lebenslange Haft.
  • Kanada legalisiert Cannabis: Mit 1. Juli 2018 wird Kanada das zweite Land der Welt sein, in dem Marihuana legal ist. Zumindest ein US-Bundesstaat zieht im kommenden Jahr mit: Kalifornien. Dort wird gleichzeitig Rauchen im Auto verboten.
  • Prozessbeginn gegen Franco A.: Im kommenden Jahr dürfte der Prozess gegen den Soldaten Franco A. beginnen. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen den Deutschen erhoben, der einen Anschlag plante und danach den Verdacht auf Flüchtlinge lenken wollte.
  • Globaler Flüchtlings- und Migrationspakt: Bis Ende 2018 soll der Pakt zum besseren Schutz von Flüchtlingen ausgehandelt sein. Darauf hatten sich im Jahr 2016 insgesamt 193 Staaten geeinigt. Vor wenigen Wochen kündigten die USA überraschend ihren Rückzug aus der Vereinbarung an.
  • Abstimmung über irisches Abtreibungsverbot: Im Mai oder Juni kommenden Jahres lässt die irische Regierung ihre Bürger über das Abtreibungsverbot abstimmen. Bisher regelt ein Verfassungszusatz, dass ein Schwangerschaftsabbruch nur dann legal ist, wenn die Mutter in Lebensgefahr schwebt. (bbl, 28.12.2017)
  • Irland wird über das verfassungsrechtliche Abtreibungsverbot abstimmen.
    foto: reuters/clodagh kilcoyne

    Irland wird über das verfassungsrechtliche Abtreibungsverbot abstimmen.

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