Österreicher sammelten 1,08 Millionen Tonnen Verpackungen und Papier

    27. Dezember 2017, 12:18
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    Die EU will sich laut ARA bald darauf einigen, dass bis 2030 60 Prozent des Hausmülls recycelt werden müssen

    Wien – Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) zieht eine vorläufige Bilanz für das Recyclingjahr 2017: Rund 1,08 Millionen Tonnen Verpackungen und Altpapier haben Herr und Frau Österreicher heuer gesammelt. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist die höchste je von der ARA aufgezeichnete Sammelmenge, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

    "In Sachen Recycling und getrennter Sammlung ist Österreich im Spitzenfeld der EU", lobte die ARA. Mit der getrennten Sammlung und Verwertung von Verpackungen würden jährlich über 500.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

    Der Löwenanteil der Sammelmenge entfällt auf Altpapier mit 647.000 Tonnen (plus 0,2 Prozent), beim Altglas wurden heuer 227.000 Tonnen (plus 1,6 Prozent) dem Recyclingkreislauf zugeführt. Ein Plus von 5,1 Prozent auf 173.000 Tonnen gab es bei Leichtverpackungen – die sind zumeist aus Kunststoff. Auch 30.000 Tonnen an Metallverpackungen (plus 0,2 Prozent) wurden gesammelt.

    Die Europäische Union wolle sich bald darauf einigen, dass bis 2030 60 Prozent des Hausmülls und 70 Prozent aller Verpackungen recycelt werden müssen, so die ARA. "Wir brauchen mehr Einsatzmöglichkeiten für Rezyklate. Nur so kann eine Circular Economy in Europa sinnvoll etabliert werden", meinte ARA-Vorstand Christoph Scharff. (APA, 27.12.2017)

    • Beim Altglas wurden heuer 227.000 Tonnen dem Recyclingkreislauf zugeführt, das entspricht einer leichten Steigerung.
      foto: reuters/andres stapff

      Beim Altglas wurden heuer 227.000 Tonnen dem Recyclingkreislauf zugeführt, das entspricht einer leichten Steigerung.

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