27 Verletzte nach Schiffskollision mit Brückenpfeiler auf Rhein

27. Dezember 2017, 16:48
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Ein Hotelschiff prallte bei Duisburg gegen den Pfeiler einer Autobahnbrücke. Vier Personen wurden schwer verletzt

Duisburg – Bei der Kollision eines Passagierschiffs mit einem Autobahnbrückenpfeiler auf dem Rhein bei Duisburg sind 27 Menschen verletzt worden. Laut Polizeiangaben wurden vier von ihnen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Die 129 Menschen an Bord des Hotelschiffs Swiss Crystal stammten mehrheitlich aus Beneluxstaaten, das Schiff war in Richtung Niederlande unterwegs. Eine Sprecherin der Schweizer Reederei Scylla, unter deren Flagge das Schiff fuhr, konnte am Mittwochmorgen nichts zu dem Unfall sagen.

26 Besatzungsmitglieder, 103 Passagiere

Das Schiff wurde bei dem Aufprall am Bug beschädigt, ein zweites Passagierschiff kam zu Hilfe und nahm die 26 Besatzungsmitglieder und 103 Passagiere auf. Der Unfall sei angesichts der vielen Menschen an Bord vergleichsweise glimpflich ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher.

Die A42 wurde wegen des Unfalls zwischen Kamp-Lintfort und Duisburg-Nord zunächst gesperrt. Am Mittwochvormittag war sie dann wieder für den Verkehr freigegeben worden. Mehrere Feuerwehrschiffe waren im Einsatz, Notärzte behandelten Passagiere auch an der Einsatzstelle. Die Wasserschutzpolizei übernahm die Ermittlungen.

Der Reiseveranstalter stellte laut Feuerwehr Duisburg etwa eine Stunde nach der Havarie ein Ersatzschiff zur Verfügung. Daneben habe der Veranstalter die Passagiere auf Wunsch in Hotels unterbringen lassen oder einen Transport an den jeweiligen Wohnort organisiert.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war die Swiss Crystal stromabwärts in einer langgezogenen Rechtskurve des Rheins gegen den Brückenpfeiler am linken Ufer geprallt. Normalerweise steht der Pfeiler bei Niedrigwasser an Land, am Dienstagabend allerdings wegen des erhöhten Pegels von 5,68 Metern im Wasser.

Das Schiff befand sich auf den letzten Kilometern eines am 22. Dezember begonnenen Törns mit Start und Ziel in Arnheim über Mainz und Koblenz. Am Mittwoch sollte es anlegen. Bei der Kollision seien viele Passagiere infolge des heftigen Rucks gestürzt. Das Schiff, das am Bug schwer beschädigt wurde, sei mit normaler Geschwindigkeit von 25 bis 28 Kilometern pro Stunde gefahren, hieß es weiter.

Den genauen Hergang der Havarie ermitteln nun Experten der Schiffsuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA). (APA, dpa, red, 27.12.2017)

  • Der Bug des Schiffes wurde schwer beschädigt.
    foto: apa/dpa/stoffel

    Der Bug des Schiffes wurde schwer beschädigt.

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