Drei Tote nach Wohnhausbrand in Weststeiermark

Video26. Dezember 2017, 15:07
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Neben zwei Frauen starb auch ein zweijähriger Bub, sechs Personen konnten sich ins Freie retten. Die Brandursache ist noch unklar

Köflach – Aus der Brandruine des weststeirischen Bergbauernhofs, der in der Früh des Stephanitags aus noch unbekannter Ursache in Flammen aufgegangen war, ist am frühen Nachmittag der Leichnam der zweiten vermissten Frau geborgen worden. Auch der vermisste zweijährige Bub ist am späten Nachmittag tot gefunden worden. Jetzt haben wir leider traurige Gewissheit", sagte ein Polizeisprecher am Stephanitag zur APA. Zuvor waren die Leichname der Großmutter (70) des Buben sowie einer früheren Bediensteten (77) gefunden worden.

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Drei Personen, zwei Frauen und ein zweijähriger Bub, sind ums Leben gekommen.

Es war aber sechs Mitgliedern der Familie gelungen, sich ins Freie zu retten – der Tochter (29) der Besitzerin (70) des abgelegenen Hofes in Graden bei Köflach (Bezirk Voitsberg), deren Lebensgefährten (33) und deren vier Kinder im Alter zwischen acht und einem Jahr.

Pflegebedürftige Frau geborgen

Bei den beiden Toten handelt es sich wohl um die 70 Jahre alte Besitzerin des Gehöfts sowie um die Tochter (77) eines früheren Eigentümers des Anwesens. Diese hatte laut Polizei als Bedienstete für die neue Besitzerin gearbeitet und war zuletzt pflegebedürftig gewesen.

grafik: apa
Das Haus brannte in Graden bei Köflach.

Brandursache unklar

Die sterblichen Überreste der drei Brandopfer wurden in das Gerichtsmedizinische Institut nach Graz zur Obduktion gebracht. Die Feuerwehr und die Brandermittlungsgruppe waren am Nachmittag noch am Ort des Geschehens in Graden bei Köflach. Die Einsatzkräfte führten noch Nachsicherungsarbeiten an der Brandruine durch. Die Suche nach der Ursache des Feuers soll am Mittwoch weitergehen.

foto: apa/erwin scheriau
Die Feuerwehr musste im Pendelverkehr das Löschwasser zum Haus transportieren.

100 Feuerwehrleute im Einsatz

Es herrschte am Vormittag noch starke Rauchentwicklung, die über 100 Feuerwehrleute bekämpften die Glutnester in der Brandruine von außen.

foto: apa/erwin scheriau
Das Bauernhaus ist völlig ausgebrannt.

"Ein vor dem aus Holz gebauten Wohnhaus geparktes Auto ist offenbar durch die Abstrahlhitze ebenfalls ausgebrannt", schilderte ein Augenzeuge. Aus dem abgebrannten Objekt ragten nur die beiden Kamine in die Höhe, die Holzkonstruktion war ins Innere des Hauses gestürzt.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Der Alarm war bei der Feuerwehr um 5.16 Uhr eingegangen, sofort waren mehrere Wehren zu dem abgelegenen Gehöft unterwegs – die Einheiten aus Bärnbach, Graden, Köflach, Maria Lankowitz, Piber, Salla und Voitsberg. Am Unglücksort war kein Löschwasser vorhanden, die Feuerwehren mussten einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen einrichten. (APA, 26.12.2017)

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