Bus fuhr in Moskau in Menschenmenge: Neun Verletzte noch im Spital

26. Dezember 2017, 10:45
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Vier Menschen getötet – Behörden gehen von Unfall aus

Moskau – Nach dem schweren Busunglück in Moskau sind neun Verletzte am Dienstag noch in Krankenhäusern behandelt worden. Eine Frau schwebe noch in akuter Lebensgefahr, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Behördenquellen. Der Linienbus war am Montag die Treppe einer belebten Unterführung hinabgerollt und hatte viele Fußgänger überfahren. Vier Menschen wurden getötet, etwa ein Dutzend verletzt.

Die Polizei ging in ihren Ermittlungen von einem Unfall aus. Der festgenommene 58-jährige Fahrer berichtete, die Bremsen hätten versagt. Die Verwaltung der russischen Hauptstadt ließ nach eigenen Angaben bis Dienstagmorgen den technischen Zustand von 8.000 Bussen des öffentlichen Nahverkehrs überprüfen.

Passanten fotografierten die Unfallstelle.

Mann wiederbelebt

Allerdings zeigen nicht verifizierte Videos in sozialen Netzwerken, wie der Bus erst langsam durch eine Lücke zwischen anderen Fahrzeugen manövriert wird und dann die Treppe einer Fußgängerunterführung hinabrast. Der Fahrer sei festgenommen worden. In ersten Berichten war von vier oder fünf Todesopfern die Rede. Es sei gelungen, einen tot geglaubten Mann wiederzubeleben, berichteten örtliche Medien.

Schauplatz des Vorfalls war eine Hauptstraße im Westen der russischen Hauptstadt, an der ein viel besuchtes Einkaufszentrum und eine U-Bahn-Station liegen. Der 25. Dezember ist in Russland ein normaler Arbeitstag. Das orthodoxe Weihnachtsfest wird am 7. Jänner begangen.

Bevölkerung skeptisch

Auf russischen Seiten im Internet wurde rasch über einen Terrorakt spekuliert. Moskau ist vor allem in den 2000er-Jahren immer wieder Schauplatz schwerer Anschläge gewesen. Im April dieses Jahres hatte ein islamistischer Selbstmordattentäter in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen und sich selbst in die Luft gesprengt. (red, APA, 25.12.2017)

Hinweis:

Artikel wird laufend aktualisiert.

  • Der Bus blieb mit dem Dach an der Decke der Unterführung hängen.
    foto: reuters

    Der Bus blieb mit dem Dach an der Decke der Unterführung hängen.

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