Irak plant Erdöl-Pipeline in Kurdengebiet

25. Dezember 2017, 09:13
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Der Auftrag für den Bau einer neuen Erdöl-Pipeline wurde ausgeschrieben, über die Leitung soll Erdöl aus der Provinz Kirkuk exportiert werden

Bagdad – Die irakische Regierung hat einen Auftrag für den Bau einer neuen Erdöl-Pipeline in die Türkei ausgeschrieben. Mit der geplanten 350 Kilometer langen Pipeline soll Erdöl aus der nördlichen Provinz Kirkuk exportiert werden, wie das irakische Erdölministerium am Sonntag mitteilte.

Regierungstruppen hatten im Herbst mit einer Militäroffensive gegen kurdische Kämpfer die Kontrolle über die ölreiche Provinz zurückgewonnen.

Die neue Pipeline mit einer geplanten Kapazität von mehr als einer Million Barrel pro Tag soll dem Verlauf einer in den 1980er-Jahren gebauten Leitung folgen. Diese war durch Angriffe der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) beschädigt worden.

Die neue Pipeline soll von der Ortschaft Baiji bis zum türkisch-irakischen Grenzübergang Fishchabur führen. Von dort aus kann eine existierende Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan genutzt werden. Auch von den Ölfeldern in Kirkuk bis nach Baiji gibt es eine intakte, 90 Kilometer lange Pipeline.

Die Ausschreibung ist an nationale und internationale Unternehmen gerichtet. Angebote müssen binnen eines Monats abgegeben werden. (APA, 25.12.2017)

  • Die neue Pipeline mit einer geplanten Kapazität von mehr als einer Million Barrel pro Tag soll dem Verlauf einer in den 1980er-Jahren gebauten Leitung folgen.
    foto: apa/afp/ahmad al-rubaye

    Die neue Pipeline mit einer geplanten Kapazität von mehr als einer Million Barrel pro Tag soll dem Verlauf einer in den 1980er-Jahren gebauten Leitung folgen.

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