China hat 13.000 Webseiten seit 2015 abgeschaltet

24. Dezember 2017, 10:17
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Zusätzlich wurden Millionen an Nutzer-Konten geschlossen

Peking – In China haben die Behörden in den vergangenen drei Jahren mehr als 13.000 Internet-Seiten abgeschaltet. Das Vorgehen stehe im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Gewalt und Pornografie, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. Die Betreiber hätten Gesetze oder andere Regeln verletzt. Zudem seien rund zehn Millionen Nutzer-Konten geschlossen worden.

Mutmaßlich bezieht sich dies auf Konten in sozialen Medien. Xinhua berichtete zudem, eine Umfrage habe ergeben, dass mehr als 90 Prozent der Bürger die Bemühungen der Regierung zur Überwachung des Internets unterstützten.

Die chinesische Regierung hatte die ohnehin schon scharfe Überwachung nach Amtseinführung von Präsident Xi Jinping vor fünf Jahren nochmals verstärkt. Gegner der Kontrolle sehen darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, mit der unter anderem Kritik an der Kommunistischen Partei verhindert werden soll. (Reuters, 24.12.2017)

  • Das Vorgehen stehe im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Gewalt und Pornografie.
    foto: dpa/friso gentsch

    Das Vorgehen stehe im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Gewalt und Pornografie.

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