Russische Hacker nehmen seit 2014 Journalisten ins Visier

    23. Dezember 2017, 11:34
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    Weltweit sollen mehr als 200 Journalisten Opfer der Hacker-Gruppe "Fancy Bear" geworden sein

    Die Hackergruppe "Fancy Bear" war in den letzten Jahren äußerst umtriebig. So soll sie es gewesen sein, die die E-Mails von Hillary-Clinton-Mitarbeiter John Podesta geknackt, und so in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen hat. Eine neue Recherche der Nachrichtenagentur AP zeigt nun aber, dass die eng mit dem russischen Geheimdienst verknüpfte Gruppe seit Jahren auch andere Ziele anvisiert.

    Attacken

    Seit dem Jahr 2014 soll Fancy Bear zumindest 200 Journalisten ins Visier genommen haben. Über verschiedenste Wege habe man versucht, in deren Rechner einzudringen, zum Teil passierte dies auch mit Erfolg. So wurde etwa der russische Nachrichtensprecher Pavel Lobkov zu einem Ziel der Hacker, infolge wurden seine privaten Facebook-Messages veröffentlicht.

    Besonders starkes Interesse zeigten die Hacker laut dem Bericht an der New York Times. Gleich 50 Journalisten des einflussreichen Blattes sollen von Fancy Bear zum ZIel gemacht worden sein.

    Kriegsführung

    Zuletzt war von Fancy Bear unter anderem mit Angriffen gegen die ukrainische Infrastruktur zu hören. So sollen die Hacker etwa erfolgreich Artilleriesysteme des Landes mit Malware infiziert und übernommen haben. (red, 23.12.2017)

    • Diverse Sicherheitsfirmen arbeiten daran, die Aktivitäten von "Fancy Bear" offenzulegen.
      foto: marina hutchinson / ap

      Diverse Sicherheitsfirmen arbeiten daran, die Aktivitäten von "Fancy Bear" offenzulegen.

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